Einstellungen zu Vermögensungleichheit in der Bevölkerung (Survey-Experiment)
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Statistikk og markedsundersøkelser
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt Dienstleistungen für eine repräsentative Bevölkerungsbefragung mit Survey-Experimenten, um Einstellungen zur Vermögensungleichheit in Deutschland zu untersuchen. Die Dienstleistungen sollen in Berlin erbracht werden. Der Auftragnehmer muss wissenschaftliche Fachkenntnisse in empirischer Sozialforschung und fortgeschrittenen empirischen Methoden der Einstellungsforschung nachweisen, sowie Kompetenz und Erfahrung in der Durchführung und Auswertung repräsentativer Bevölkerungsbefragungen und Kenntnisse der Politischen Soziologie. Dies ist durch eine Referenzliste über Forschungsarbeiten, sonstige Vorhaben und Publikationen der letzten 3 Jahre zu belegen. Die Projektleitung und Stellvertretung müssen ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften oder einer vergleichbaren Studienrichtung vorweisen und mindestens dreijährige Berufserfahrung in den genannten Themenbereichen sowie mindestens dreijährige Berufserfahrung mit Leitungsverantwortung in empirischer Arbeitsmarkt- und Sozialforschung.
Über das Angebot
- Kontakttelefon
- 022899-527-0
- Kontakt-E-Mail
- zentrale-vergabestelle@bmas.bund.de
In den vergangenen Jahren hat das Thema Vermögensungleichheit in der politischen Wahrnehmung deutlich an Bedeutung gewonnen. Dies hängt u.a. mit einer international verbesserten Datenlage sowie der starken und öffentlich sichtbaren Zunahme des Reichtums internationaler Vermögenseliten zusammen, der mancherorts von wachsendem politischen Einfluss begleitet wird. Die Armuts- und Reichtumsberichte (ARB) der Bundesregierung untersuchen unter anderem regelmäßig Einstellungen in der Bevölkerung zu ökonomischer Ungleichheit und sozialer Mobilität. Bislang wurden jedoch Einstellungen mit einem spezifischen Fokus auf Vermögensungleichheit nicht vertiefend erhoben. Dabei sind u.a. Fragen, wie das Ausmaß von Vermögensungleichheit und sozialer Mobilität in Deutschland eingeschätzt werden, wie die gesellschaftliche Rolle Hochvermögender bewertet wird und inwieweit die existierende bzw. wahrgenommene Vermögensverteilung gesellschaftliche Akzeptanz besitzen, von großer Relevanz. Insbesondere ist von Interesse, inwieweit Einschätzungen von politischen Maßnahmen von Faktoren wie zur Verfügung stehenden Informationen oder Gerechtigkeitsvorstellungen beeinflusst werden. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beabsichtigt daher, eine repräsentative Bevölkerungsbefragung mit Überprüfung von Treatment-Effekten (sog. Survey-Experiment) durchzuführen. Diese soll verschiedenen Aspekte von Einstellungen zu Vermögensungleichheit möglichst aktuell und in thematischer Breite und Tiefe untersuchen. Zusätzlich soll die Bedeutung von Werten (Gerechtigkeitsprinzipien), Erwartungen (bspw. Erbe/berufliche Perspektive) und der Wahrnehmung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen (bspw. gesellschaftlichem Einfluss von Vermögenseliten) in die Untersuchung einbezogen werden. Konkret soll die Befragung Erkenntnisse zu folgenden Fragestellungen liefern: • Wie schätzen die Befragten die Vermögensverteilung in Deutschland ein - auch im Vergleich zur Einkommensverteilung? • Wie schätzen die Befragten ihre eigene Position in der Vermögensverteilung ein? • Wovon wird eine mögliche Abweichung von der tatsächlichen Verteilung bzw. der eigenen Position beeinflusst? • Wie schätzen die Befragten die soziale Mobilität bei Vermögen ein und welche Erwartungen haben sie für sich selbst? • Welche Vorstellungen bestehen zu Ursachen von Vermögensungleichheit? Wie hoch ist die Akzeptanz für die wahrgenommene und tatsächliche Verteilung? Welche Gerechtigkeitsprinzipien werden dabei angelegt? Welche Faktoren tragen zur Akzeptanz bzw. Ablehnung von Vermögensungleichheit bei? • Wie beurteilen die Befragten die Bedeutung von Vermögensungleichheit für Demokratie und Gesellschaft? • Welcher Zusammenhang besteht zwischen Annahmen und Bewertung der Vermögensverteilung einerseits und Einstellungen zu den Folgen von Vermögensungleichheit für Demokratie und Gesellschaft andererseits? • Welche Präferenzen haben die Befragten mit Blick auf Umverteilung, Beteiligung von Vermögenden an der Finanzierung des Gemeinwesens (insb. aktuelle Vorschläge zur Besteuerung von Vermögen) und weiteren Maßnahmen zum Abbau von ökonomischer Ungleichheit? Welche Faktoren beeinflussen diese Präferenzen? Neben einer Auswertung nach sozioökonomischen Merkmalen soll der Einfluss von Werten und Überzeugungen, eigenen Erwartungen an die Zukunft (bspw. Erbe/berufliche Perspektive) und eigener Erfahrungen mit bzw. Wahrnehmung von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen einbezogen werden. Dabei sollen in geeigneter Weise experimentelle Befragungskomponenten zum Einsatz kommen, etwa Informations-Treatments oder die Bewertung von Vignetten und Optionen. Neben der Durchführung einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung mit experimentellen Befragungskomponenten können Bieterinnen und Bieter in ihrem Angebot die Methodik um weitere qualitative oder quantitative Komponenten ergänzen. Bitte beachten Sie die beigefügten Vergabeunterlagen.
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Zuschlagskriterien
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Qualifikationsanforderungen
Beschreibung
Nachweis der Kompetenz und Erfahrung des Teilnehmers in wissenschaftlicher Fachkenntnis im Bereich der empirischen Sozialforschung.
Dokumentationsanforderung
Nachweise sind in einer Referenzliste über Forschungsarbeiten, sonstige Vorhaben und Publikationen der letzten 3 Jahre zusammenzustellen (Auftraggeber, Kontaktpersonen, kurze Beschreibung der Aufträge und Auftragsvolumen sind anzugeben). Es ist jeweils konkret anzugeben, welche Kompetenz mit der jeweiligen Referenz nachgewiesen wird.
Beschreibung
Nachweis der Kompetenz und Erfahrung des Teilnehmers in besonderer wissenschaftlicher Fachkenntnis im Bereich fortgeschrittener empirischer Methoden der Einstellungsforschung.
Dokumentationsanforderung
Nachweise sind in einer Referenzliste über Forschungsarbeiten, sonstige Vorhaben und Publikationen der letzten 3 Jahre zusammenzustellen (Auftraggeber, Kontaktpersonen, kurze Beschreibung der Aufträge und Auftragsvolumen sind anzugeben). Es ist jeweils konkret anzugeben, welche Kompetenz mit der jeweiligen Referenz nachgewiesen wird.
Beschreibung
Kompetenz und Erfahrung in der Durchführung und Auswertung von repräsentativen Bevölkerungsbefragungen.
Dokumentationsanforderung
Eigenerklärungen sind zu erbringen, in denen die Kompetenz und Erfahrung an Hand konkreter Beispiele belegt werden. Gegebenenfalls müssen auf Verlangen des Auftraggebers entsprechende Bescheinigungen vorgelegt werden. Zusätzlich ist mit dem Teilnahmeantrag die Eigenerklärung zur Eignung des eingesetzten Personals gemäß Dokument 12 vorzulegen.
Beschreibung
Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Befragungsinstituten.
Dokumentationsanforderung
Eigenerklärungen sind zu erbringen, in denen die Kompetenz und Erfahrung an Hand konkreter Beispiele belegt werden. Gegebenenfalls müssen auf Verlangen des Auftraggebers entsprechende Bescheinigungen vorgelegt werden. Zusätzlich ist mit dem Teilnahmeantrag die Eigenerklärung zur Eignung des eingesetzten Personals gemäß Dokument 12 vorzulegen.
Beschreibung
Kenntnisse der Politischen Soziologie.
Dokumentationsanforderung
Eigenerklärungen sind zu erbringen, in denen die Kompetenz und Erfahrung an Hand konkreter Beispiele belegt werden. Gegebenenfalls müssen auf Verlangen des Auftraggebers entsprechende Bescheinigungen vorgelegt werden. Zusätzlich ist mit dem Teilnahmeantrag die Eigenerklärung zur Eignung des eingesetzten Personals gemäß Dokument 12 vorzulegen.
Beschreibung
Projektleitung und Stellvertretung sind namentlich zu benennen und müssen ein abgeschlossenes Hochschulstudium bzw. Masterabschluss der Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften oder einer vergleichbaren Studienrichtung vorweisen.
Dokumentationsanforderung
Die persönlichen Nachweise sind in Form von Studien bzw. Ausbildungsnachweisen bzw. Zeugnissen nachzuweisen.
Beschreibung
Projektleitung und Stellvertretung müssen mindestens dreijährige Berufserfahrung in den unter Nr. 1 genannten Themen- und Aufgabenbereichen haben.
Dokumentationsanforderung
Die persönlichen Nachweise sind jeweils in einer Liste über Forschungsarbeiten, sonstige Vorhaben und Publikationen der letzten 3 Jahre zusammenzustellen (unter Angabe der Arbeitgeber - oder bei selbständiger Tätigkeit der Auftraggeber - und der Kontaktpersonen einschließlich einer stichwortartigen Beschreibung der Tätigkeiten). Dabei kann ein Nachweis auch mehrere oder alle der genannten Themen- und Aufgabenbereiche umfassen. Es ist jeweils konkret anzugeben, welcher Nachweis welchen Bereich betrifft.
Beschreibung
Projektleitung und Stellvertretung müssen mindestens dreijährige Berufserfahrung mit Leitungsverantwortung bei Aufgaben im Zusammenhang mit empirischer Arbeitsmarkt- und Sozialforschung haben.
Dokumentationsanforderung
Die persönlichen Nachweise sind jeweils in einer Liste über Forschungsarbeiten, sonstige Vorhaben und Publikationen der letzten 3 Jahre zusammenzustellen (unter Angabe der Arbeitgeber - oder bei selbständiger Tätigkeit der Auftraggeber - und der Kontaktpersonen einschließlich einer stichwortartigen Beschreibung der Tätigkeiten). Dabei kann ein Nachweis auch mehrere oder alle der genannten Themen- und Aufgabenbereiche umfassen. Es ist jeweils konkret anzugeben, welcher Nachweis welchen Bereich betrifft.
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- Auftraggeber
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales
- Titel
- Einstellungen zu Vermögensungleichheit in der Bevölkerung (Survey-Experiment)
- Typ
- Hauptcode
- Zusätzliche Codes
- Ort
- Berlin
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