Nationale Vulnerabilitätsanalyse internationaler Lieferketten
Data og analyse
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) benötigt Dienstleistungen für eine Nationale Vulnerabilitätsanalyse internationaler Lieferketten über einen Zeitraum von 12 Monaten in Berlin. Ziel ist die Identifizierung und Bewertung von Abhängigkeiten Deutschlands/deutscher Unternehmen in globalen Lieferketten, die Entwicklung von Supply-Chain-Indizes, die Herleitung nationaler Abhängigkeiten gegenüber Handelspartnern, die Erweiterung des Analyserahmens um indirekte Abhängigkeiten, die Bewertung tatsächlicher Vulnerabilitäten auf nationaler Ebene, die Entwicklung einer interaktiven (teil-)visuellen IT-basierten Darstellung sowie die Verknüpfung von Abhängigkeiten und Vulnerabilitäten auf disaggregierter Ebene mit Liefer-, Wertschöpfungs- und Technologieketten zur Szenarioanalyse. Die Zuschlagskriterien sind Qualität (70 %, aufgeteilt in Personal 30 %, Arbeitsorganisation und -abläufe 20 %, Umsetzungskonzept 50 %) und Preis (30 %). Qualifikationsanforderungen umfassen eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindesthaftung von 1.000.000,00 Euro pro Schadensfall und einer jährlichen Deckungssumme von mindestens 2.000.000,00 Euro, mindestens 10 fest angestellte Mitarbeitende (Vollzeitäquivalente) im Durchschnitt der letzten drei Jahre sowie mindestens einen Referenzauftrag pro Bereich (A: Analysen/Studien zu geoökonomischen Fragestellungen in Lieferketten, B: Geoökonomische Szenarioanalysen mit Lieferkettenbezug, C: Auswertung und Analyse komplexer Datenmengen mit statistischen/ökonometrischen Verfahren und visueller Aufbereitung), wobei jeder Referenzauftrag einen Mindestauftragswert von 50.000 EUR netto haben muss und die Leistungen nach dem 01.07.2023 erbracht worden sein müssen. Es dürfen keine Interessenkonflikte bestehen.
Über das Angebot
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- vergabestelle@bmwe.bund.de
Ziel der Beauftragung ist die Identifikation und Bewertung von Abhängigkeiten Deutschlands/deutscher Unternehmen in globalen Lieferketten. Hierzu sollen in einem ersten Schritt Supply-Chain-Indizes für verschiedene Analysezwecke entwickelt werden (Modul A). In einem zweiten Schritt sollen nationale Abhängigkeiten gegenüber Handelspartnern hergeleitet werden (Modul B). Der Analyserahmen soll danach um indirekte Abhängigkeiten erweitert werden (Modul C) und unter Anwendung geeigneter Kriterien um die Bewertung tatsächlicher Vulnerabilitäten auf nationaler Ebene ergänzt werden (Modul D). Es soll auf Basis der Erkenntnisse eine für Analysezwecke geeignete interaktive (teil-)visuelle IT-basierte Darstellung entwickelt werden, die Nutzern Analysefunktionen über verschiedene Analyseebenen bereitstellt und visualisiert (Modul E). Abschließend sollen Abhängigkeiten und Vulnerabilitäten auf disaggregierter Ebene mit Liefer-, Wertschöpfungs- und Technologieketten verknüpft werden, um in Szenarien betroffenen Lieferketten identifizieren und Auswirkungen modellgestützt betrachten zu können (Modul F).
Benutzerdefinierte Bewertungskriterien
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Zuschlagskriterien
Beschreibung
Mit Aufforderung zur Angebotsabgabe erfolgt eine Konkretisierung der qualitativen Zuschlagskriterien. Diese stellen sich wie folgt dar: Personal; Arbeitsorganisation und -abläufe; Umsetzungskonzept
Unterkriterien
Beschreibung
konkrete Zuständigkeit der zentralen Ansprechperson/ Stellvertretung sowie der Mitglieder des Kernteams bei Beauftragung, fachliche Qualifikation, berufliche Erfahrung
Beschreibung
personalorganisatorische Gestaltung der Arbeitsabläufe, bedarfsgerechte Leistungserbringung, effiziente und fristgerechte Umsetzung, Qualitätssicherung, Vertragscontrolling
Beschreibung
konkrete konzeptionell-inhaltliche Umsetzung der Module A-F gem. Leistungsbeschreibung
Beschreibung
Grundlage der preislichen Angebotsbewertung ist die tatsächliche finanzielle Belastung des Auftraggebers (Bewertungspreis).
Bewertungsmethode
- Berechnungsgrundlage des Bewertungspreises: Die Bewertung erfolgt grundsätzlich auf Basis der Bruttogesamtpreise. Dies gilt auch dann, wenn Bieter aufgrund ihres steuerlichen Status (z.B. § 12 Abs. 2 Nr. 8 a UStG) unterschiedliche Umsatzsteuersätze ausweisen.
- Korrektur bei Steuerschuldumkehr (Reverse-Charge) : Gibt ein Bieter einen Umsatzsteuersatz von 0 % an, für dessen Leistung der Auftraggeber jedoch gesetzlich zur Abführung der Umsatzsteuer verpflichtet ist (insb. gemäß § 13b UStG bei ausländischen Bietern), wird für die Wertung die jeweils geltende deutsche Umsatzsteuer auf den Nettoangebotspreis aufgeschlagen. Maßgeblich für das Ranking ist die Summe aus Angebotspreis und der vom Auftraggeber abzuführenden Steuer.
Qualifikationsanforderungen
Beschreibung
Sofern eine Pflicht zur Eintragung in einem der in Anhang XI zur Richtlinie 2014/24/EU, Seite 160, über die öffentliche Auftragsvergabe genannten Register besteht, ist ein Auszug der Eintragung in Textform, der nicht älter als sechs Monate zum Ende der Angebotsfrist ist, vorzulegen. Für Bieter aus Deutschland sind die betreffenden Register das Handelsregister, die Handwerksrolle, das Vereinsregister, das Partnerschaftsregister oder die Mitgliederverzeichnisse der Berufskammern der Länder vorzulegen. Der Beleg kann im Falle einer Bewerbergemeinschaft ggf. von allen Mitgliedern angefordert werden. Bei einem Auftragswert ab der in § 6 Abs. 1 Wettbewerbsregistergesetz genannten Höhe ist die Vergabestelle verpflichtet, über den erfolgreichen Bieter vor Zuschlagsentscheidung eine Auskunft aus dem Wettbewerbsregister anzufordern. In diesem Fall werden die oben gemachten Angaben zur Anforderung der Registerauskunft bei den zuständigen Behörden verwendet.
Dokumentationsanforderung
nicht erforderlich; wird ggf. nachgefordert, sofern Angaben nicht ermittelbar
Beschreibung
Versicherungsschutz während des gesamten Auftragszeitraums mit einer Mindesthaftung von 1.000.000,00 Euro je Schadensfall für Personen-, Sach- und Vermögenschäden sowie einer jährlichen Deckungssumme von mindestens 2.000.000,00 Euro
Dokumentationsanforderung
Eigenerklärung (Vordruck) über das Vorliegen einer entsprechenden Versicherung bzw. über die Bereitschaft zum Abschluss spätestens zum Zeitpunkt der Auftragserteilung. Diese ist im Falle einer Bewerbergemeinschaft für alle Mitglieder getrennt vorzulegen.
Beschreibung
Mindestens 10 fest angestellte Mitarbeitende (Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen bzw. geringfügig Beschäftigte können summiert werden), ermittelt als Durchschnitt der – sofern verfügbar – letzten drei Jahre. Auf § 45 Abs. 5 VgV wird hingewiesen.
Dokumentationsanforderung
Eigenerklärung (Vordruck) zur durchschnittlichen jährlichen Beschäftigtenzahl in Vollzeitäquivalenten in den – sofern verfügbar – letzten drei Geschäftsjahren. Bei einer Bewerbergemeinschaft oder bei Eignungsleihe muss deutlich werden, welche Teile des beschriebenen Personals zu welchen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft bzw. zu welchem Unterauftragnehmer gehören, deren Personalressourcen berücksichtigt werden sollen.
Beschreibung
Der Bewerber muss zum Nachweis der Erfahrung und Fachkunde einschlägige Referenzaufträge (Unternehmensreferenzen) zu folgenden Bereichen aufweisen: A: Analysen/ Studien/ Untersuchungen mit Bezug zu geoökonomischen Fragestellungen in Hinblick auf gesamtwirtschaftliche Abhängigkeiten/ Vulnerabilitäten in internationalen Lieferketten B: Geoökonomische Szenarioanalysen (Was-wäre-wenn) mit Lieferkettenbezug C: Auswertung und Analyse komplexer Datenmengen unter Anwendung statistischer, ökonometrischer und quantitativer statistischer Verfahren sowie deren visuelle Aufbereitung (z.B. als interaktives Dashboard) Es bestehen folgende Mindestanforderungen: - Je Referenzbereich (A-C) ist mindestens ein Referenzauftrag anzugeben. Es sind je Referenzbereich maximal zwei Referenzaufträge bewertbar. - Ein Referenzauftrag muss in allen Referenzbereichen einen Mindestauftragswert von 50.000 EUR netto umfassen. Die Leistungen müssen in diesem Mindestumfang auch tatsächlich von dem Bewerber, der die Unternehmensreferenz angibt, erbracht worden sein. - Derselbe Referenzauftrag kann zum Nachweis der Eignung für mehrere Referenzbereiche angegeben werden, sofern die jeweiligen inhaltlichen Bezüge zum betreffenden Referenzbereich eindeutig dargelegt werden. Es genügt nicht, identische Angaben zu machen. Es sind mindestens zwei unterschiedliche Unternehmensreferenzen vorzuweisen. - Relevante (Teil-)Leistungen zu den Unternehmensreferenzen müssen nach dem 01.07.2023 erbracht worden sein. Laufende Referenzaufträge können ebenfalls angegeben werden, sofern bereits wesentliche Auftragsbestandteile erbracht worden sind. - Bieter können auch Referenzen von Unterauftragnehmern einreichen, sofern diese sich für den Fall der Auftragserteilung bereits zur Auftragsausführung verpflichtet haben (siehe Ziff. 3.3.6 Verfahrensbeschreibung). - Die Referenzaufträge müssen nach Inhalt, Methodik, Umfang und Komplexität mit dem zu vergebenden Auftrag vergleichbar sein, d. h., tragfähige Rückschlüsse auf die für den zu vergebenden Auftrag notwendige Fachkunde zulassen. Zu jedem Referenzauftrag sind folgende Angaben zu machen: - Leistungsgegenstand, Leistungszeitraum und Leistungsumfang mit grober Einordnung des Nettoauftragswertes, - Auftraggeber/Leistungsempfänger mit Kontaktdaten einer auskunftsfähigen Person, - Angaben zu konkreten Tätigkeiten/ Vorgehensweisen/ Arbeitsergebnissen, - eindeutige inhaltliche Zuordnung des Referenzauftrags zu einem oder mehreren der oben genannten Bereiche Der Auftraggeber behält sich vor, die Referenzen inhaltlich durch Kontaktaufnahme zu den angegebenen Ansprechpersonen inhaltlich prüfen. Die Referenzangaben werden vertraulich behandelt und dienen ausschließlich der Beurteilung der Eignung. Bewerber, die bei der Gesamtpunktzahl insgesamt weniger als 10 Punkte erzielen, weisen ebenfalls nicht die notwendige Erfahrung und Fachkunde auf und werden daher mangels Eignung ausgeschlossen.
Dokumentationsanforderung
Eigenerklärung (Vordruck) zu Unternehmensreferenzen
Beschreibung
Der Bewerber hat keine Interessen, die mit der Ausführung des Auftrags im Widerspruch stehen und sie nachteilig beeinflussen könnten. D.h. unter anderem, dass er kein Antragsteller von Fördermitteln oder Auftragnehmer von Begleitforschungsaufträgen für die voraussichtlich zu betreuenden Fördermaßnahmen sein darf (Neutralität am Forschungsmarkt). Sofern der Bewerber mit der Ausführung des Auftrags im Widerspruch stehende Interessen hat, muss substantiiert und glaubhaft dargelegt werden, dass die konkrete Interessenkollision die Auftragsausführung aufgrund struktureller, personeller und/oder organisatorischer Vorkehrungen nicht nachteilig beeinflussen wird.
Dokumentationsanforderung
Eigenerklärung (Vordruck) mit obenstehendem Inhalt.
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Vollständige Ausschreibung anzeigen
- Auftraggeber
- Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
- Titel
- Nationale Vulnerabilitätsanalyse internationaler Lieferketten
- Typ
- Hauptcode
- Zusätzliche Codes
- Ort
- Berlin
- Dauer
- 12 Monate