Schöpfwerk Niendorf - Ersatzneubau
Rådgivende ingeniørtjenester for bygg og anlegg
Der NLWKN Betriebsstelle Stade in Deutschland benötigt Planungsleistungen für den Ersatzneubau des Schöpfwerks Niendorf in Amt Neuhaus, aufgeteilt in zwei Lose: "Umweltplanung" und "Ingenieurbauwerk". Die Leistungen umfassen die Planung eines zeitgemäßen Neubaus, der aktuelle Anforderungen an Bemessungswasserstand, Durchgängigkeit, fischfreundlichen und wirtschaftlichen Betrieb sowie eine erhöhte Pumpenkapazität zur Berücksichtigung des Klimawandels erfüllt. Das Projekt hat eine Laufzeit von 30 Monaten. Die Vergabe erfolgt im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Die Zuschlagskriterien sind Projekterfahrung des Personals (35%), Personalorganisation und konzeptionelle Herangehensweise (30%), Gesamteindruck des Bieters bei der Präsentation (15%) und Preis (20%). Qualifikationsanforderungen umfassen einen jährlichen Mindestumsatz von 90.000 Euro netto für Los 1 und 600.000 Euro netto für Los 2, eine Mindestanzahl an Mitarbeitern (4 für Los 1 in Ökologie/Umweltplanung, 8 für Los 2 in Objektplanung/Ingenieurbau/Tragwerksplanung/Technischer Ausrüstung), spezifische Studienabschlüsse und mindestens 5 Jahre Berufserfahrung für Projektleiter und deren Stellvertreter, eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 1,5 Mio. EUR für Personen- und 1,5 Mio. EUR für sonstige Schäden, sowie Referenzen (2 für Los 1, 6 für Los 2) über vergleichbare Leistungen.
Über das Angebot
- Kontakttelefon
- +49 4131-2209100
- Kontakt-E-Mail
- poststelle.lg@nlwkn.niedersachsen.de
- Adresse
- Harsefelder Strasse 2, 21680 Stade
Der NLWKN möchte die Planungsleistungen für den Ersatzneubau des Schöpfwerks Niendorf (Amt Neuhaus) mit den Losen 1 "Umweltplanung" und 2 "Ingenieurbauwerk" vergeben. Nähere Informationen entnehmen sie bitte den beiliegenden Bewerbungsbedingungen mit Anlagen sowie der Leistungsbeschreibung. Das Vergabeverfahren wird als "Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb" nach § 17 Vergabeverordnung (VgV) durchgeführt. Über das Vergabeportal des Landes Niedersachsen können Sie sich nun im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs um die Teilnahme am Verhandlungsverfahren bewerben. Füllen Sie hierfür bitte die unter dem Reiter "Teilnehmerunterlagen" hochgeladenen Unterlagen zum Teilnahmewettbewerb aus und laden Sie die geforderten Unterlagen im Vergabeportal hoch. Eine Auflistung der vorzulegenden Bewerbungsunterlagen finden sie in Anlage 2 Bewerbungsbogen unter der Nummer 1.3. Das Schöpfwerk Niendorf wurde in den 1960ern in der DDR errichtet und entwässert das Einzugsgebiet der Krainke mit etwa 12.240 ha. Es schützt dadurch Siedlungsgebiete und landwirtschaftliche Flächen bei Elbehochwasser und Rückstau in die Sude oder bei Eigenhochwasser der Sude. Der am Schöpfwerk angeschlossene rechte Krainkedeich wurde im Jahr 2014 auf die Höhe des neuen Bemessungshochwassers angepasst. Die Sanierung und höhenmäßige Anpassung des linken Krainkedeiches erfolgte im Jahr 2016. Eine Anpassung an die neuen Bemessungswasserstände ist im Bereich des Schöpfwerkes noch nicht erfolgt, so dass Minderhöhen von 30 cm vorhanden sind. Sechs installierte Propellerpumpen verfügen über eine Gesamtleistung von etwa 11,7 m³/s, die Pumpen stammen aus der Zeit des Baues von 1963 und befinden sich Teils in schlechtem Zustand, zwei Pumpen wurden 2005 und 2006 erneuert. Eine Rechenreinigungsanlage ist nicht vorhanden. Daneben verfügt das Schöpfwerk über 4 Freiflutkanäle, die der regulären Entwässerung außerhalb der Hochwasserzeiten dienen, wobei diese nicht den Anforderungen an die Durchgängigkeit nach WRRL genügen. Im Jahre 2016 wurde eine Bedarfsplanung erstellt, mit dem Ergebnis eine Grundinstandsetzung vorzunehmen. Für die Planung der Grundinstandsetzung wurden seit 2021 Ingenieurplanungen der Leistungsphasen 1 bis 3 und Teilen von 4 erbracht. Im Rahmen der Planungen wurden verschiedene Bauteile des Schöpfwerkes näher untersucht: Beton, Putz, Druckrohrleitungen, Schmutzwasserkanal, etc.. Das Ergebnis der Planungen zeigte, dass annähernd sämtliche Anlagenteile des Schöpfwerkes saniert, ausgetauscht oder neu gebaut werden müssten. Aufgrund des absehbaren umfangreichen Instandsetzungsaufwands wurde 2025 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht, ob ein Ersatzneubau des Schöpfwerks eine technisch und wirtschaftlich bessere Lösung darstellen kann als eine Sanierung des Bestandes. Der NLWKN beabsichtigt auf Grundlage der bisherigen Planungen und der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie aus 2025 das bestehende Schöpfwerk durch einen zeitgemäßen Neubau, am Standort des bestehenden Schöpfwerks zu ersetzen. Der Schöpfwerksneubau soll die aktuellen Anforderungen beim Bemessungswasserstand, der Durchgängigkeit und dem fischfreundlichen und wirtschaftlichen Betrieb erfüllen. Zudem soll durch eine Erhöhung der Pumpenkapazität dem Klimawandel Rechnung getragen werden. Folgende Binnenwasserstände sind durch das Schöpfwerk sicherzustellen: - höchstzulässiger Binnenpeil: +7,80 mNHN - höchster Winterpeil +7,70 mNHN - höchster Sommerpeil +7,40 mNHN - tiefster Binnenpeil +7,20 mNHN Das Bemessungshochwasser liegt derzeit bei 10,60 m+NHN und die entsprechende Ausbauhöhe des Deiches unter Berücksichtigung eines Freibordes von 70 cm bei +11,30 mNHN. Die im folgenden aufgeführten Abflüsse sind durch die Pumpen des Schöpfwerkes abzuführen, sofern der Außenwasserstand über dem Binnenwasserstand liegt: - Höchster Hochwasserabfluss HHQ: 11,142 m³/s - Bemessungshochwasserabfluss: 11,30 m³/s - Bemessungshochwasserabfluss mit Berücksichtigung Klimaanpassungsfaktor: 13,715 m³/s - Sommermittelwasserabfluss SMQ: 2,076 m³/s Die Pumpen müssen auf geodätische Förderhöhen zwischen 0,00 m und 3,20 m ausgelegt werden. Diese Randbedingungen sind auch bei der Planung der Freiflut und der damit verbunden Fischaufstiegsanlage zur Sicherstellung der Binnenpeile und der Durchgängigkeit zu berücksichtigen. Das derzeitige Schöpfwerk Niendorf liegt in diversen naturschutzrechtlich geschützten Gebieten: - Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" (Lage des technischen Bauwerkes innerhalb des Gebietsteiles A, unmittelbar angrenzend an den streng geschützten Gebietsteil C) - FFH-Gebiet "Elbeniederung zwischen Schnackenburg und Geesthacht" - EU-Vogelschutzgebiet "Niedersächsische Mittelelbe" (Lage des technischen Bauwerkes außerhalb des EU-Vogelschutzgebietes, jedoch unmittelbar an das EU-Vogelschutzgebiet angrenzend) - Kohärenzsicherungsmaßnahme für die Fischarten Bitterling und Steinbeißer im unmittelbaren Umfeld Die entsprechenden Schutzgebietsvorschriften sind bei der Planung zu berücksichtigen.Hauptmerkmale des VerfahrensDas Vergabeverfahren wird als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach Vergabeverordnung (VgV) mit zwei Losen durchgeführt. Die Vergütung und die zu erbringenden Leistungen werden auf Basis der gültigen HOAI vereinbart. Diese wird Vertragsbestandteil. Der Auftraggeber behält sich vor, den Auftrag auf der Grundlage der Erstangebote zu vergeben (§ 17 Abs. 11 VgV). Der Auftraggeber behält sich vor, dass Verhandlungsverfahren in verschiedenen, aufeinander folgenden Phasen gem. § 17 Abs. 12 VgV abzuwickeln. Der Auftraggeber behält sich vor, beide Lose an einen Bewerber/eine Bewerbergemeinschaft zu vergeben. Der Antrag auf Teilnahme erfolgt durch Einreichen der unten genannten Unterlagen über das Vergabeportal des Landes Niedersachsen. Enthalten die Vergabeunterlagen nach Auffassung des Unternehmens Unklarheiten, Unvollständigkeiten oder Fehler, so hat er unverzüglich die Vergabestelle vor Abgabe eines Teilnahmeantrages in Textform darauf hinzuweisen. Je Bewerber/-gemeinschaft sind folgende Teilnahmeunterlagen dem Antrag beizulegen: 1. Anschreiben zum Teilnahmeantrag Aus diesem muss hervorgehend ob es sich um eine Einzelbewerbung oder um eine Bewerbung als Bewerbergemeinschaft handelt, sowie für welche(s) Los(e) der Antrag gestellt wird. 2. Anlage 2 Bewerbungsbogen Bewerbergemeinschaften legen für jedes Mitglied einen separaten Bewerbungsbogen vor. 3. Erklärung Doppelbewerbung Je Bewerber vorzulegen, wenn ein Fall entsprechend Hinweis Doppelbewerbung vorliegt. 4. Anlage 3a oder 3b Referenzdatenblätter Bewerbergemeinschaften geben die Referenzdatenblätter gemeinsam ab. 5. Anlage 5 Eigenerklärung zur VO EU 2022576 Bei Bewerbergemeinschaften ist diese Anlage von jedem Mitglied abzugeben. 6. Anlage 6 Verzeichnis der Leistungen Kapazitäten anderer Unternehmen Nur bei Bedarf. 7. Anlage 7 Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen Nur bei Eignungsleihe. 8. Anlage 8 Erklärung der Bewerber-/Bietergemeinschaft Nur Bewerbergemeinschaften . 9. Ggf. weitere Nachweise
Benutzerdefinierte Bewertungskriterien
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Zuschlagskriterien
Beschreibung
Die detaillierte Wertung ist der Anlage "Angebotsbedingungen Verhandlungsverfahren" im Reiter Teilnahmeunterlagen zu entnehmen. Der Bieter hat für die Bewertung dieses Kriteriums "Zuschlagskriterium A: Projekterfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals" die Anlage "Tabellen Projektteam" auszufüllen und mit seinem Angebot einzureichen (bei Bedarf ist das Formblatt entsprechend zu vervielfachen).
Bewertungsmethode
Der Auftraggeber bewertet, ob und in welchem Maß die Erfahrung des vom Bieter bei der Durchführung des Auftrags eingesetzten Personals (Projektleiter und stellvertretender Projektleiter bei beiden Losen, sowie die leitenden Ingenieure für die Objektplanung und die Technische Ausrüstung und der Bauleiter bei Los 2 "Ingenieurbauwerk") eine fachgerechte Erfüllung der Planungsleistungen in der ausgeschriebenen Qualität und einen termingerechten und reibungslosen Maßnahmenablauf erwarten lässt. Die Bewertung der vom Bieter eingereichten Unterlagen und der Präsentation im Verhandlungsgespräch durch den Auftraggeber erfolgt unter Ausübung seines Beurteilungsspielraums im Wege einer Gesamtbetrachtung. Maßgeblich ist darüber hinaus, inwiefern die jeweilige Erfahrung der Schlüsselpositionen des Projektteams für die speziellen Herausforderungen dieses Projekts von Bedeutung ist und genutzt werden soll.
Für die Bewertung wendet der Auftraggeber folgendes Punktesystem an:
Die Unterlagen und Darstellungen lassen eine- ausreichende (1 Punkt),
- befriedigende (2 Punkte),
- gute (3 Punkte),
- sehr gute (4 Punkte) oder
- herausragende (5 Punkte) Erfüllung der Planungsleistungen erwarten.
Bewertungsmaßstab A2:
- 5 Punkte: Vergleichbarkeit der Projekterfolge sehr gut herausgearbeitet, sehr viele Aspekte vertieft dargelegt, sehr gut überzeugende Persönlichkeit
- 4 Punkte: Vergleichbarkeit der Projekterfolge gut herausgearbeitet, viele Aspekte vertieft dargelegt, gut überzeugende Persönlichkeit
- 3 Punkte: Vergleichbarkeit der Projekterfolge befriedigend herausgearbeitet, einige Aspekte vertieft dargelegt, durchschnittlich überzeugende Persönlichkeit
- 2 Punkte: Vergleichbarkeit der Projekterfolge ausreichend herausgearbeitet, wenige Aspekte vertieft dargelegt, wenig überzeugende Persönlichkeit
- 1 Punkt: Vergleichbarkeit der Projekterfolge ungenügend herausgearbeitet, keine Aspekte vertieft dargelegt, nicht überzeugende Persönlichkeit
Unterkriterien
Beschreibung
Namentliche Benennung der Schlüsselpositionen des vorgesehenen Projektteams (Projektleiter und stellvertretender Projektleiter bei beiden Losen, sowie die leitenden Ingenieure für die Objektplanung und die technische Ausrüstung und der Bauleiter bei Los 2 "Ingenieurbauwerk") sowie Darstellung ihrer jeweiligen Werdegänge, ihrer derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte, ihrer derzeitigen Projekte und ihrer weiteren konkreten, vergleichbaren persönlichen Projekterfahrungen anhand der Anlage "Tabellen Projektteam".
Bewertungsmethode
max. 5 Punkte
Beschreibung
Eindruck des Projektleiters (PL) bei der Präsentation und Eindruck des Stellvertreters / der Stellvertreterin bei der Präsentation. Los 2 zusätzlich: Eindruck der leitenden Ingenieure (LI) (Objektplanung und technische Ausrüstung).
Bewertungsmethode
max. 5 Punkte
Beschreibung
Die detaillierte Wertung ist der Anlage "Angebotsbedingungen Verhandlungsverfahren" im Reiter Teilnahmeunterlagen zu entnehmen. Der Bieter hat mit seinem Angebot ein Organigramm des vorgesehenen Projektteams mit Erläuterungsbericht und einer Darstellung der Herangehensweise an die Aufgabe vorzulegen. (Bericht max. 6-10 DIN-A4-Seiten, in Arial, Zeilenabstand 1,5 Zeilen, Schriftgröße 11 pt); Im Erläuterungsbericht / Konzept hat der Bieter folgendes darzustellen (jedes hier benannte Kriterium [Aufzählungspunkt] fließt in die Gesamtbewertung des Konzeptes mit ein): - die Zusammensetzung des Projektteams, - interne Zuständigkeiten und Hierarchien, - interne Handlungs- und Arbeitsprozesse (inklusive etwaiger Standardisierungen), - interne Strukturen der Letztentscheidungskompetenz und Verantwortlichkeit, - Schnittstellen für den Abstimmungs- und Koordinierungsprozess mit den Projektbeteiligten inkl. Mechanismen zur Integration neuer Beteiligter und zur Risikominimierung, - Darstellung des Kommunikations- und Besprechungswesens sowie des Vorgehens bei Auftreten von Konflikten inkl. etwaiger Lösungsmechanismen im Projekt - Ersatzkräfte und Reaktionszeiten bei Mitarbeiterausfällen - Darstellung, wie die Verfügbarkeit vor Ort während der Bauphase gewährleistet wird; Angaben zur örtlichen Präsenz und zu Reaktionszeiten, - Darstellung der methodischen Arbeitsweise und Projektabwicklung / Herangehensweise an die Planungs- und Bauaufgabe anhand einer Auftragsanalyse (Aufgabenverständnis, Vorgehensvorschlag, Methodik, Chancen- und Risikoanalyse mit entsprechenden Maßnahmenvorschlägen, insbesondere unter Berücksichtigung der Qualitätssicherung und Kosten- und Terminsteuerung). Hinsichtlich der Kostenverfolgung ist auf die Methoden der Kostenkontrolle und der -steuerung als auch auf den Umgang mit Kostensteigerungen und Nachtragsmanagement einzugehen (nur Los 2 "Ingenieurbauwerk").
Bewertungsmethode
max. 5 Punkte
Bewertungsmaßstab:
- 5 Punkte: Sehr schlüssige und überaus fundierte Darstellung; Die dargestellte und angebotene Herangehensweise ist in allen Punkten sehr gut nachvollziehbar und dient in herausragender Weise der Zielerreichung einer qualitativ hochwertigen Leistung. Die Schwerpunkte sind sinnvoll gesetzt und es werden Lösungsansätze gefunden, die den Schluss nahelegen, dass das Projekt zur vollsten Zufriedenheit der Auftraggeberin abgewickelt werden kann.
- 4 Punkte: Schlüssige, fundierte, gut ausgearbeitete Darstellung; Die dargestellte und angebotene Herangehensweise ist gut nachvollziehbar und dient in besonderer Weise der Zielerreichung einer qualitativ hochwertigen Leistung. Die Schwerpunkte wurden weitgehend sinnvoll gesetzt und es werden brauchbare Lösungsansätze gefunden, die den Schluss nahelegen, dass das Projekt sinnvoll abgewickelt werden kann.
- 3 Punkte: Befriedigende, durchschnittlich ausgearbeitete Darstellung; Die dargestellte und angebotene Herangehensweise ist nachvollziehbar und dient der Zielerreichung einer qualitativ durchschnittlichen Leistung. Aufgrund weniger Defizite ist erkennbar, dass sich der Bieter mit den Anforderungen des Projekts nicht abschließend vertraut gemacht hat. Er hat die Schwerpunkte nachvollziehbar gesetzt und Lösungsansätze gefunden, die mit Einschränkungen zu einer sinnvollen Abwicklung des Projekts genutzt werden können.
- 2 Punkte: Teils lückenhafte Darstellung; Die dargestellte und angebotene Herangehensweise ist nur teilweise nachvollziehbar und dient daher nur teilweise der Zielerreichung einer qualitativ hochwertigen Leistung. Aufgrund größerer Defizite ist nicht abschließend erkennbar, dass sich der Bieter mit den Anforderungen des Projekts vertraut gemacht hat. Er hat die Schwerpunkte teils weniger sinnvoll gesetzt und Lösungsansätze gefunden, die mit Überarbeitungen zu einer sinnvollen Abwicklung des Projekts genutzt werden können.
- 1 Punkt: Die ausgearbeitete Darstellung ist rudimentär, befasst sich inhaltlich nicht mit der Thematik oder ist lückenhaft und kaum nachvollziehbar. Sie dient daher nicht der Zielerreichung einer qualitativ hochwertigen Leistung. Insgesamt lässt sich nicht erkennen, wie sich der Bieter die Ausführung konkret vorstellt, da zielführende Lösungsansätze nicht formuliert werden. Die Ausführungen lassen eher nicht erwarten, dass der Bieter die Leistungen zufriedenstellend erbringen wird.
Beschreibung
Die detaillierte Wertung ist der Anlage "Angebotsbedingungen Verhandlungsverfahren" im Reiter Teilnahmeunterlagen zu entnehmen. Der Projekterfolg hängt in der Regel unmittelbar mit dem Auftreten des/der beauftragten Planungsbüros zusammen, insbesondere mit der Überzeugungskraft und der Fähigkeit das Projekt plausibel und strukturiert darzustellen. Die Bieter sollen sich daher im Verhandlungstermin präsentieren (Zeitlimit wird mit Aufforderung zur Angebotsabgabe genannt). Diese Präsentation soll dem Auftraggeber zeigen, wie die Bieter bei vergleichbaren Projekten vorgegangen sind.
Bewertungsmethode
max. 5 Punkte
Dabei wird bewertet:
- Inwieweit und wie kompetent auf die Aspekte eingegangen wird, die aus dem vergleichbaren Projekt übertragen werden und für die hier benannten Projektziele entscheidend sind.
- Qualität der Angebotsdarstellung mit Blick auf Verständlichkeit und Struktur der Darstellung.
- Zusammenspiel der einzelnen Personen während der Präsentation
- Gesamtbild der Präsentation des Bieters
Bei der Präsentation ist darüber hinaus auf folgende Aspekte einzugehen:
- Erfahrungen mit nachhaltigem Bauen und zugehörigen Zertifizierungen (Los 2 Ingenieurbauwerk)
- Naturschutzrechtlich schwierige Randbedingungen
- Kommunikation mit anderen Auftragnehmern um eine einheitliche Planung zu gewährleisten (z.B. AN anderes Los)
- Umgang mit Planungsverzögerungen und den besonderen Herausforderungen öffentlicher Finanzierung und Genehmigungsverfahren
Ebenso wird der aus dem Gespräch gewonnene Gesamteindruck des Bieters bewertet.
Bewertungsgrundlage: Gesamteindruck des Bieters, Zusammenspiel des vorgesehenen Teams
Bewertungsmaßstab:
- 5 Punkte: Präsentation ist Schlüssig, Konsistent, Widerspruchsfrei, erfüllt die Anforderungen optimal, sehr guter und sehr stimmiger Gesamteindruck des Bieters/Teams
- 4 Punkte: Präsentation ist mit kleinen Abstrichen Schlüssig, Konsistent, Widerspruchsfrei, vereinzelte oder geringfügige Defizite erkennenbar, guter und stimmiger Gesamteindruck des Bieters/Teams
- 3 Punkte: Präsentation ist teilweise Schlüssig, Konsistent, Widerspruchsfrei, mehrere und nicht geringe Defizite erkennenbar, durchschnittlicher und teils stimmiger Gesamteindruck des Bieters
- 2 Punkte: Präsentation ist größtenteils nicht Schlüssig, Konsistent, Widerspruchsfrei, weitreichende oder gewichtige Defizite erkennbar, wenig überzeugender und unstimmiger Gesamteindruck des Bieters
- 1 Punkt: Präsentation ist nicht Schlüssig, Konsistent, Widerspruchsfrei, schwerwiegende Defizite erkennbar, nicht überzeugender und sehr unstimmiger Gesamteindruck des Bieters
Beschreibung
Die detaillierte Wertung ist der Anlage "Angebotsbedingungen Verhandlungsverfahren" im Reiter Teilnahmeunterlagen zu entnehmen. Der Auftraggeber hat ein aus seiner Sicht angemessenes Ingenieurhonorar auf Grundlage der Machbarkeitsstudie geschätzt. Der Auftraggeber wird in einem ersten Wertungsschritt prüfen, ob das angegebene Honorar auskömmlich ist. Das Kriterium "Preis" wird aus der Wertungssumme der nachgerechneten Angebotssumme ermittelt, unter Berücksichtigung von zulässigen Nachlässen. Für die Angebotswertung wird der Preis auf seine Angemessenheit geprüft.
Bewertungsmethode
max. 5 Punkte
Die Punktevergabe zu diesem Zuschlagskriterium erfolgt auf Grundlage des angebotenen Nettopreises inkl. Nebenkosten für die Leistung.
- 5 Punkte erhält das Angebot mit dem niedrigsten Honorar/ Preis.
- 0 Punkte erhält ein fiktives Angebot mit dem 2,0-fachen des niedrigsten Preises. Alle Angebote mit darüber liegenden Preisen erhalten ebenfalls 0 Punkte.
- Die Punkteermittlung für die dazwischen liegenden Wertungssummen erfolgt über eine lineare Interpolation mit zwei Stellen nach dem Komma (kaufmännische Rundung nach DIN 1333).
Qualifikationsanforderungen
Beschreibung
Für eine Eignung muss der Gesamtumsatz pro Jahr mindestens dem 1,5-fachen geschätzten Auftragswert pro Jahr entsprechen. Mindestanforderung: Los 1 Umweltplanung: 90.000 Euro netto Los 2 Ingenieurbauwerk: 600.000 Euro netto
Dokumentationsanforderung
Details siehe Teilnahmeunterlagen Anlage 4 Bewertungsmatrix der Eignungskriterien.
Beschreibung
Gefordert wird eine Mindestanzahl an durchschnittlich Beschäftigten in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2023, 2024, 2025). Mindestanforderung: Los 1 Umweltplanung: 4 Mitarbeiter in den Bereichen Ökologie, Umwelt- und Landschaftsplanung Los 2 Ingenieurbauwerk: 8 Mitarbeiter in den Bereichen Objektplanung Gebäude und Ingenieurbauwerk, Freianlagen, sowie Tragwerksplanung und Technische Ausrüstung
Dokumentationsanforderung
Details siehe Teilnahmeunterlagen Anlage 4 Bewertungsmatrix der Eignungskriterien.
Beschreibung
Der vorgesehene Projektleiter für Los 1 "Umweltplanung" muss ein Studium der Landschaftsarchitektur oder gleichwertig (Diplom, Master) abgeschlossen haben. Selbes gilt für den jeweiligen Stellvertreter. Der je Los vorgesehene Projektleiter und sein Stellvertreter müssen entsprechend § 53 NBauO bauvorlageberechtigt sein. Der vorgesehene Projektleiter muss über mind. 5 Jahre Berufserfahrung bei vergleichbaren Vorhaben seit dem Hochschulabschluss verfügen.
Dokumentationsanforderung
Die entsprechenden Nachweise müssen mit Angebotsaufforderung vorgelegt werden.
Beschreibung
Der Projektleiter für Los 2 "Ingenieurbauwerk" muss ein Studium der Fachrichtung Bauingenieurwesen oder gleichwertig (Diplom-Ingenieur, Master) abgeschlossen haben. Selbes gilt für den jeweiligen Stellvertreter. Der je Los vorgesehene Projektleiter und sein Stellvertreter müssen entsprechend § 53 NBauO bauvorlageberechtigt sein. Der vorgesehene Projektleiter muss über mind. 5 Jahre Berufserfahrung bei vergleichbaren Vorhaben seit dem Hochschulabschluss verfügen.
Dokumentationsanforderung
Die entsprechenden Nachweise müssen mit Angebotsaufforderung vorgelegt werden.
Beschreibung
Ich/Wir erkläre/n mit meiner/unserer Abgabe, dass mein/unser Unternehmen/Büro ordnungsgemäß im Berufs- oder Handelsregister eingetragen ist, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben ist, und dass es gewerberechtlich ordnungsgemäß angemeldet ist bzw. entsprechende gewerberechtliche Erlaubnisse erteilt worden sind.
Dokumentationsanforderung
Ein aktueller Berufs-/Handelsregisterauszug muss mit Angebotsaufforderung vorgelegt werden.
Beschreibung
Der Bewerber muss eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme über mindestens 1,5 Mio. EUR für Personenschäden und 1,5 Mio. EUR für sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden) habe/n. Die Deckung ist über die gesamte Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten. Die Ersatzleistung der Versicherung muss mindestens das Zweifache der o.g. Deckungssummen pro Jahr betragen; das heißt, dass für den Fall, dass bei dem Auftragnehmer mehrere Versicherungsfälle in einem Jahr eintreten, die Obergrenze für die Zahlungsverpflichtung der Versicherung bei mindestens dem Zweifachen der vereinbarten Deckungssummen liegt.
Dokumentationsanforderung
Der Nachweis bzw. die Erklärung darf nicht älter als 12 Monate sein und muss mit Angebotsaufforderung durch den Bieter beigebracht werden. Bewerbergemeinschaften müssen einen entsprechenden Nachweis bzw. eine Erklärung für die Bewerbergemeinschaft oder für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorlegen. Eine projektbezogene Aufstockung der bestehenden Berufshaftpflichtversicherung im Auftragsfall wird akzeptiert, ist jedoch mittels schriftlicher Versicherungsbestätigung vor Vertragsunterzeichnung vorzulegen.
Beschreibung
Für Los 1 sind 2 Referenzen über die Erstellung von Antragsunterlagen für ein Planfeststellungsverfahren (davon ein Verfahren gem. §§ 67 und 68 WHG) beizubringen.
Dokumentationsanforderung
Details siehe Teilnahmeunterlagen Anlagen 3a und 3b, sowie Anlage 4 Bewertungsmatrix der Eignungskriterien. Es sind die zu den Losen gehörenden Referenzdatenblätter in Anlage 3a oder 3b zu verwenden und die dort aufgeführten Hinweise zu beachten. Fehlende Referenzen sowie mehr Referenzen als gefordert führen zum Ausschluss. Pro Referenz können fünf Punkte erzielt werden, diese Punktzahl wird mit der angegebenen Wichtung jeder Referenzkategorie multipliziert. Insgesamt können je Los maximal 5 Punkte erzielt werden. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los. Der Auftraggeber behält sich die stichprobenartige Überprüfung der gemachten Angaben durch Nachfrage bei den Referenzgebern vor.
Beschreibung
Für Los 2 sind 6 Referenzen beizubringen, darunter Leistungen gem. § 34 HOAI (Gebäude und Innenräume): Neubau/ Erweiterungsbau/ Umbau eines Gebäudes Typ Gewerbe/Industrie/Landwirtschaft.
Dokumentationsanforderung
Details siehe Teilnahmeunterlagen Anlagen 3a und 3b, sowie Anlage 4 Bewertungsmatrix der Eignungskriterien. Es sind die zu den Losen gehörenden Referenzdatenblätter in Anlage 3a oder 3b zu verwenden und die dort aufgeführten Hinweise zu beachten. Fehlende Referenzen sowie mehr Referenzen als gefordert führen zum Ausschluss. Pro Referenz können fünf Punkte erzielt werden, diese Punktzahl wird mit der angegebenen Wichtung jeder Referenzkategorie multipliziert. Insgesamt können je Los maximal 5 Punkte erzielt werden. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los. Der Auftraggeber behält sich die stichprobenartige Überprüfung der gemachten Angaben durch Nachfrage bei den Referenzgebern vor.
Beschreibung
Für Los 2 sind 6 Referenzen beizubringen, darunter Leistungen gem. § 43 HOAI (Ingenieurbauwerke): Neubau/ Erweiterungsbau/ Umbau von Ingenieurbauwerken der Gruppe 3.
Dokumentationsanforderung
Details siehe Teilnahmeunterlagen Anlagen 3a und 3b, sowie Anlage 4 Bewertungsmatrix der Eignungskriterien. Es sind die zu den Losen gehörenden Referenzdatenblätter in Anlage 3a oder 3b zu verwenden und die dort aufgeführten Hinweise zu beachten. Fehlende Referenzen sowie mehr Referenzen als gefordert führen zum Ausschluss. Pro Referenz können fünf Punkte erzielt werden, diese Punktzahl wird mit der angegebenen Wichtung jeder Referenzkategorie multipliziert. Insgesamt können je Los maximal 5 Punkte erzielt werden. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los. Der Auftraggeber behält sich die stichprobenartige Überprüfung der gemachten Angaben durch Nachfrage bei den Referenzgebern vor.
Beschreibung
Für Los 2 sind 6 Referenzen beizubringen, darunter Leistungen gem. § 43 HOAI (Ingenieurbauwerke): Neubau/ Erweiterungsbau/ Umbau eines Schöpfwerks.
Dokumentationsanforderung
Details siehe Teilnahmeunterlagen Anlagen 3a und 3b, sowie Anlage 4 Bewertungsmatrix der Eignungskriterien. Es sind die zu den Losen gehörenden Referenzdatenblätter in Anlage 3a oder 3b zu verwenden und die dort aufgeführten Hinweise zu beachten. Fehlende Referenzen sowie mehr Referenzen als gefordert führen zum Ausschluss. Pro Referenz können fünf Punkte erzielt werden, diese Punktzahl wird mit der angegebenen Wichtung jeder Referenzkategorie multipliziert. Insgesamt können je Los maximal 5 Punkte erzielt werden. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los. Der Auftraggeber behält sich die stichprobenartige Überprüfung der gemachten Angaben durch Nachfrage bei den Referenzgebern vor.
Beschreibung
Für Los 2 sind 6 Referenzen beizubringen, darunter Leistungen gem. § 51 HOAI (Tragwerksplanung): Tragwerksplanung von Ingenieurbauwerken (gem. § 43 HOAI) der Gruppe 3.
Dokumentationsanforderung
Details siehe Teilnahmeunterlagen Anlagen 3a und 3b, sowie Anlage 4 Bewertungsmatrix der Eignungskriterien. Es sind die zu den Losen gehörenden Referenzdatenblätter in Anlage 3a oder 3b zu verwenden und die dort aufgeführten Hinweise zu beachten. Fehlende Referenzen sowie mehr Referenzen als gefordert führen zum Ausschluss. Pro Referenz können fünf Punkte erzielt werden, diese Punktzahl wird mit der angegebenen Wichtung jeder Referenzkategorie multipliziert. Insgesamt können je Los maximal 5 Punkte erzielt werden. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los. Der Auftraggeber behält sich die stichprobenartige Überprüfung der gemachten Angaben durch Nachfrage bei den Referenzgebern vor.
Beschreibung
Für Los 2 sind 6 Referenzen beizubringen, darunter Leistungen gem. § 55 HOAI (Technische Anlagen): Technische Ausrüstung von Ingenieurbauwerken (gem. § 43 HOAI) der Gruppe 3.
Dokumentationsanforderung
Details siehe Teilnahmeunterlagen Anlagen 3a und 3b, sowie Anlage 4 Bewertungsmatrix der Eignungskriterien. Es sind die zu den Losen gehörenden Referenzdatenblätter in Anlage 3a oder 3b zu verwenden und die dort aufgeführten Hinweise zu beachten. Fehlende Referenzen sowie mehr Referenzen als gefordert führen zum Ausschluss. Pro Referenz können fünf Punkte erzielt werden, diese Punktzahl wird mit der angegebenen Wichtung jeder Referenzkategorie multipliziert. Insgesamt können je Los maximal 5 Punkte erzielt werden. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los. Der Auftraggeber behält sich die stichprobenartige Überprüfung der gemachten Angaben durch Nachfrage bei den Referenzgebern vor.
Beschreibung
Für Los 2 sind 6 Referenzen beizubringen, darunter Fisch-Aufstiegs- und Abstiegsanlage nach DWA-M 509.
Dokumentationsanforderung
Details siehe Teilnahmeunterlagen Anlagen 3a und 3b, sowie Anlage 4 Bewertungsmatrix der Eignungskriterien. Es sind die zu den Losen gehörenden Referenzdatenblätter in Anlage 3a oder 3b zu verwenden und die dort aufgeführten Hinweise zu beachten. Fehlende Referenzen sowie mehr Referenzen als gefordert führen zum Ausschluss. Pro Referenz können fünf Punkte erzielt werden, diese Punktzahl wird mit der angegebenen Wichtung jeder Referenzkategorie multipliziert. Insgesamt können je Los maximal 5 Punkte erzielt werden. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los. Der Auftraggeber behält sich die stichprobenartige Überprüfung der gemachten Angaben durch Nachfrage bei den Referenzgebern vor.
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Vollständige Ausschreibung anzeigen
- Auftraggeber
- NLWKN Betriebsstelle Stade
- Titel
- Schöpfwerk Niendorf - Ersatzneubau
- Typ
- Hauptcode
- Zusätzliche Codes
- Ort
- Lüneburg, Landkreis
- Dauer
- 30 Monate