Stadt Göttingen - Neues Rathaus - Sanierung und Instandsetzung der Tiefgaragen - Objektplanung und Tragwerksplanung
Arkitekttjenester
Die Stadt Göttingen benötigt Objekt- und Tragwerksplanungsleistungen für die Sanierung und Instandsetzung der Tiefgaragen des Neuen Rathauses in Göttingen. Die Sanierung umfasst zwei Tiefgaragenbereiche: Tiefgarage "A" mit geschätzten Sanierungskosten von ca. 2,08 Millionen EUR brutto (KG 300) und weiteren 135.000 EUR brutto (KG 400) für Mängelbeseitigung, sowie Tiefgarage "B" mit geschätzten Sanierungskosten von ca. 9,95 Millionen EUR brutto (KG 200 - 700). Die Planungsphase für Tiefgarage "A" soll ca. 4 Monate und die Ausführungsphase ca. 6 Monate dauern, mit Fertigstellung bis zum 4. Quartal 2027. Die Planungsphase für Tiefgarage "B" beginnt im April 2027 und dauert ca. 12 Monate, gefolgt von einer ca. 21-monatigen Ausführungsphase, mit angestrebter Fertigstellung Anfang 2030. Die Vergabe erfolgt im Rahmen eines EU-weiten offenen Verfahrens, wobei bei mehr als 5 wertbaren Angeboten die 5 preisgünstigsten Bieter zu einer Präsentation eingeladen werden. Die Zuschlagskriterien sind Qualität des Projektteams (40%), Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität, Kosten und Termine (30%) und Honorar (30%). Qualifikationsanforderungen umfassen eine Haftpflichtversicherung mit mindestens 1,5 Millionen EUR für Personenschäden und 1,0 Million EUR für Sach- und Vermögensschäden, Nachweis des Gesamtumsatzes der letzten drei Geschäftsjahre, Angabe der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl in den letzten drei Geschäftsjahren und aktuell, Benennung von Projektverantwortlichen mit Qualifikationsnachweisen (mindestens ein "Sachkundiger Planer für die Instandhaltung von Betonbauteilen") und mindestens drei Referenzprojekte aus den letzten fünf Jahren, davon mindestens eines mit einem öffentlichen Auftraggeber, eines zur Sanierung einer Tiefgarage/Parkhaus und eines zur Sanierung eines Betonbauwerks, jeweils Honorarzone III und abgeschlossen nach dem 01.01.2021.
Über das Angebot
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- +49 511220074-26
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- vergabestelle@bbt-kanzlei.de
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Das Neue Rathaus der Stadt Göttingen ist am Hiroshimaplatz 1 - 4 verortet. Es besteht aus mehreren Baukörpern, die sich aus einem hochhausartigen Turm sowie einem mehrgeschossigen Ergänzungsbau (fortlaufend als 3. BA benannt) zusammensetzen. Beide Gebäudeteile sind im Erdgeschoss miteinander verbunden. Gegenstand der geplanten Maßnahme ist die Sanierung des mangelhaften Gefällebetons der Tiefgarage im 3. BA. Zum besseren Verständnis wird dieser Bereich im Weiteren mit Tiefgarage "A" bezeichnet. Das Neue Rathaus hat eine zweite Tiefgarage, die sich im sogenannten 1. Bauabschnitt, unter dem Turm befindet. Zum besseren Verständnis wird dieser Bereich im Weiteren mit Tiefgarage "B" bezeichnet. Hier muss eine umfangreiche Sanierung und Instandsetzung durchgeführt werden. 1. Sanierung des mangelhaften Gefällebetons ("Tiefgarage A") Die Tiefgarage "A" wurde ca. 1978 errichtet und umfasst drei Geschosse: das Sockelgeschoss (1 UG.) und zwei Untergeschosse (2. UG und 3. UG). Im Teilbereich dieser Tiefgaragen wurden Sanierungsmaßnahmen an der Stahlbetonkonstruktion, den technischen Anlagen sowie der Gefällebetonkonstruktion begonnen. Nach dem Einbau des Gefällebetons in den beiden unteren Untergeschossen wurden erhebliche Hohlstellen und Rissbildungen festgestellt. Es wurden Sachverständigengutachten eingeholt, welche Verbundstörungen, Hohlstellen und Rissbildungen dokumentieren und mehrere mögliche technische Ursachen benennen. Eine abschließende rechtliche Verantwortungs- oder Haftungszuweisung ist jedoch weder mit dieser Darstellung noch mit der Vorlage dieser Gutachten verbunden. Der bisherige Planungsvertrag wurde vorzeitig beendet. Die übrigen Projektbeteiligten haben jedoch ihre Bereitschaft zur weiteren Mitwirkung erklärt. Gegenstand des Projekts ist die Planung und Begleitung der Mängelbeseitigung sowie die Fortführung der begonnenen Sanierungsmaßnahmen. Nach der Kostenschätzung des Auftraggebers wird von Sanierungskosten in Höhe von rd. 2,08 Mio. EUR brutto (KG 300) ausgegangen. Die weiteren, noch nicht ausgeführten Leistungen der KG 400, die im Rahmen der Mängelbeseitigung anfallen werden, werden auf rd. 135.000 EUR brutto geschätzt. 2. Sanierungsbereich Turm ("Tiefgarage B") Analog zu den bereits durchgeführten Vorarbeiten im 3. BA liegt im Sanierungsbereich der Tiefgarage "B" ein ähnliches Schadensbild vor, das noch nicht planerisch oder aus-führend bearbeitet wurde. Nachdem Wasser in die Dehnfugen eingedrungen und Beton abgeplatzt ist wurde im Jahre 2020 eine Untersuchung der Baukonstruktion durchgeführt. Dabei wurde eine gravierende Überschreitung der Salz- bzw. Chlorid-Gehalte festgestellt. Es wurden weitere Mängel festgestellt, u.a. eine unsachgemäße Montierung des verbauten Entwässerungssystems. Gegenstand der Sanierung sollen der Ausbau des Asphalts, das Vorbereiten des Betons, Vorarbeiten und Korrosionsschutz an der Bewehrung sein. Abstützungen an der Tragkonstruktion sind vorzusehen. Es sollen Abstützungen an der Tragkonstruktion vor-gesehen werden. Zur technischen Ausrüstung der Tiefgarage zählen z.B. die Beleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung, Rolltore und Schrankenanlagen sowie die sanitärtechnische- und lüftungs-technische Anlage und außerdem die Sprinkleranlage. Die Lüftungsanlage wird ersatzlos gegen eine Entrauchungsanlage ausgetauscht. Es sind Fachplaner mit der Demontage sowie die dem Stand der Technik entsprechende Wiederherstellung dieser technischen Gebäudeausstattung und sonstiger Einbauten betraut. Die Koordinierung dieser anderen Gewerke ist bei Planung und Ausführung mitzubetrachten. Dabei sind lärmintensive Arbeiten aufgrund des Arbeitsaufkommens im Turm so weit wie möglich zu bündeln. Die Höhe der Kosten für die Sanierungsarbeiten der Tiefgarage "B" werden auf rd. 9,95 Mio. EUR (KG 200 - 700) brutto geschätzt. 3. Allgemeine Rahmenbedingungen Sowohl die Kosten für die Planungsleistungen als auch die Kosten der gewerblichen Umsetzung sollen voneinander getrennt geführt werden. Mit der Planungsleistungen für die Tiefgarage "A" ist unmittelbar nach Auftragserteilung zu beginnen. Es wird davon ausgegangen, dass die Planungsphase ca. 4 Monate und die Ausführungsphase ca. 6 Monate in Anspruch nehmen wird. Eine Fertigstellung des Vorhabens wird bis zum 4. Quartal 2027 angestrebt. Mit der Planungsleistung für die Tiefgarage "B" ist im April 2027 zu beginnen. Es wird davon ausgegangen, dass die Planungsphase ca. 12 Monate und die Ausführungsphase ca. 21 Monate in Anspruch nehmen wird. Eine Fertigstellung des Vorhabens wird bis Anfang 2030 angestrebt.Hauptmerkmale des VerfahrensDie Beauftragung der ausgeschriebenen Leistung erfolgt im Rahmen eines EU-weiten offenen Verfahrens gemäß den Vorschriften des 4. Teils des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und der Vergabeverordnung (VgV). Das offene Verfahren ist ein Verfahren, in dem der öffentliche Auftraggeber eine unbeschränkte Anzahl von Unternehmen öffentlich zur Abgabe von Angeboten auffordert. Die Bieter, die form- und fristgerecht ein wertbares Angebot abgegeben haben, werden im vorliegenden Verfahren zudem aufgefordert, sich und ihr Angebot vor dem Auftraggeber im Rahmen einer Präsentation vorzustellen. Der Auftraggeber behält sich vor, die Präsentationen als Videokonferenz durchzuführen oder vollständig auf die Durchführung von Präsentationen zu verzichten und auf Grundlage der eingereichten Angebote eine Vergabeentscheidung zu treffen. Werden mehr als 5 wertbare Angebote eingereicht, erfolgt eine Vorauswahl und Reduzierung der Angebote anhand des Angebotspreises (Honorarangebot) und es werden nur die 5 preisgünstigsten Bieter zum Präsentationstermin eingeladen. Auf der Grundlage der eingereichten Angebote wird eine Rangfolge der Bieter nach Maßgabe einer Bewertungsmatrix gebildet. Der Auftraggeber wird dem Bieter, dessen Angebot nach der Bewertungsmatrix als wirtschaftlichstes ermittelt wurde, den Zuschlag erteilen.
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Zuschlagskriterien
Beschreibung
Vorstellung der für das Projekt vorgesehenen Personen mit fachlichen Aufgaben und besonderen Kenntnissen mit Projektorganigramm. Besonderen Kenntnisse und Erfahrungen des Bieters mit der Instandhaltung von Betonbauwerken. Darstellung der Koordination, der Verfügbarkeit und der örtlichen Präsenz des Projektteams.
Unterkriterien
Beschreibung
Vorstellung der für das Projekt vorgesehenen Personen mit fachlichen Aufgaben und besonderen Kenntnissen mit Projektorganigramm.
Beschreibung
Besonderen Kenntnisse und Erfahrungen des Bieters mit der Instandhaltung von Betonbauwerken.
Beschreibung
Darstellung der Koordination, der Verfügbarkeit und der örtlichen Präsenz des Projektteams.
Beschreibung
Bürointerne Maßnahmen zur Einhaltung der Qualitäts-, Kosten- und Terminvorgaben des Auftraggebers. Darstellung der Herangehensweise an die Planungsaufgabe explizit zu der Sanierung im laufenden Gebäudebetrieb.
Unterkriterien
Beschreibung
Bürointerne Maßnahmen zur Einhaltung der Qualitäts-, Kosten- und Terminvorgaben des Auftraggebers.
Beschreibung
Darstellung der Herangehensweise an die Planungsaufgabe explizit zu der Sanierung im laufenden Gebäudebetrieb.
Beschreibung
Honorar
Qualifikationsanforderungen
Beschreibung
Erklärung über das Bestehen einer Haftpflichtversicherung oder Abschluss einer entsprechenden Haftpflichtversicherung im Auftragsfall mit folgenden Haftungssummen: mindestens 1,5 Mio. EUR für Personenschäden, mindestens 1,0 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden. Die Ersatzleistung der Versicherung muss mindestens das Zweifache der o. g. Deckungssummen pro Jahr betragen. Bei einer Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft muss der Versicherungsschutz für alle Mitglieder in voller Höhe bestehen.
Dokumentationsanforderung
Es sind formlose Eigenerklärungen ausreichend. In den beigefügten Vordrucken sind die entsprechenden Erklärungen enthalten. Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften sind die entsprechenden Erklärungen durch jedes Mitglied der Bietergemeinschaft beizubringen.
Beschreibung
Erklärung über den Gesamtumsatz des Bieters in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2023, 2024, 2025).
Dokumentationsanforderung
Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften ist der Gesamtumsatz für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft einzeln und für die Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft insgesamt darzustellen. Gleiches gilt in Bezug auf Umsätze anderer Unternehmen, deren (wirtschaftliche und finanzielle) Leistungsfähigkeit im Wege der Eignungsleihe berücksichtigt werden soll.
Beschreibung
Anzahl der in den letzten drei Geschäftsjahren (2023, 2024, 2025) jahresdurchschnittlich sowie aktuell (2026) im auftragsrelevanten Bereich (Planungsleistungen) beschäftigten Personen, gegliedert nach: a) Geschäftsführer*innen / Inhaber*innen b) Architekten*innen / Ingenieur*innen c) Technische Zeichner*innen d) Sonstige Mitarbeiter*innen.
Dokumentationsanforderung
Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften ist die Personalübersicht für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft einzeln und für die Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft insgesamt darzustellen. Gleiches gilt in Bezug auf die Personalübersicht anderer Unternehmen, deren (technische und berufliche) Leistungsfähigkeit im Wege der Eignungsleihe berücksichtigt werden soll.
Beschreibung
Der Bieter hat im Rahmen der Angebotsabgabe die für die Durchführung der ausgeschriebenen Leistung vorgesehenen Projektverantwortlichen sowie deren Stellvertretungen zu benennen. Die Benennung ist jeweils getrennt für folgende Leistungsbereiche vorzunehmen: Objektplanung, Tragwerksplanung. Besondere Mindestanforderung: Mindestens eine der für die Objekt- oder Tragwerksplanung benannten Personen muss über den Nachweis der Qualifikation als "Sachkundiger Planer für die Instandhaltung von Betonbauteilen" verfügen.
Dokumentationsanforderung
Für jede benannte Person sind Qualifikations- und Berufsbefähigungsnachweise vorzulegen, aus denen die fachliche Eignung für die jeweils vorgesehene Funktion hervorgeht. Der entsprechende Qualifikationsnachweis ist mit dem Angebot einzureichen.
Beschreibung
Erfahrungsnachweis des Bieters (des/der Büros) in Form der Benennung von mindestens drei Referenzprojekten innerhalb der letzten fünf Jahre (ab 01.01.2021), welche im Hinblick auf die Anforderungen an das vorliegende Projekt vergleichbar sind. Vergleichbar sind nur folgende Planungsleistungen: Bei mindestens einer Referenz muss der Bauherr ein öffentlicher Auftraggeber im Sinne des § 99 GWB sein. Bei mindestens einer Referenz muss es sich um die Sanierung einer Tiefgarage oder Parkhaus handeln. Bei mindestens einer Referenz muss es sich um die Sanierung eines Betonbauwerks handeln. Die Planungsanforderungen müssen mindestens der Honorarzone III entsprechen. Das Bauvorhaben muss abgeschlossen sein, d. h. die Bauleistungen müssen nach dem 01.01.2021 und spätestens vor dem Ablauf der Frist zur Abgabe des Angebots abgenommen und das Objekt vom Nutzer in Betrieb genommen sein.
Dokumentationsanforderung
Im Rahmen der Benennung der Referenzprojekte sind folgende Angaben notwendig: Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer, E-Mail-Adresse), Art der Maßnahme (Neubau, Sanierung, Sonstige), Art der Nutzung (Tiefgarage oder Parkhaus, Sonstige), Art des Planungsgegenstands (Sanierung Betonbauwerk, Sonstige), Kurze Beschreibung des Projekts, Angabe der Honorarzone, Gesamtbaukosten KG 300 + 400 (brutto), Projektzeitraum (Beauftragung / Bauantrag / Baubeginn / Abnahme / Inbetriebnahme).
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- Auftraggeber
- Göttinger Entsorgungsbetriebe
- Titel
- Stadt Göttingen - Neues Rathaus - Sanierung und Instandsetzung der Tiefgaragen - Objektplanung und Tragwerksplanung
- Typ
- Hauptcode
- Zusätzliche Codes
- Ort
- Göttingen