Ausschreibung mehrerer Rahmenverträge zur Vorbereitung einer Innovationspartnerschaft zur Beschaffung von autonomen Fahrzeugsystemen für den ÖPNV
Bedriftsrådgivning
Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM) benötigt Dienstleistungen zur Vorbereitung einer Innovationspartnerschaft für die Beschaffung von autonomen Fahrzeugsystemen für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Stuttgart. Ziel ist es, das autonome Fahren aus der Erprobungsphase in den flächendeckenden Regelbetrieb zu überführen und landesweit einheitliche technologische, rechtliche und organisatorische Standards zu definieren, um die Mobilität im ländlichen Raum zu sichern und den Fach- und Fahrermangel zu adressieren. Die Leistungen umfassen die konzeptionelle, organisatorische, rechtliche und technische Vorbereitung dieser Partnerschaft sowie den Aufbau und die Identifizierung notwendiger Strukturen. Die Zuschlagskriterien sind Preis (8,8235% und 8,8235%), Konzept (11,7647%, 20,5882% und 11,7647%) und Referenzen (8,8235%, 8,8235% und 8,8235%). Qualifikationsanforderungen umfassen einen Geschäftsbericht der letzten drei Kalender- oder Wirtschaftsjahre sowie spezifische Berufserfahrung für Projektleitung (mindestens 5 Jahre in vergleichbaren Projekten, vorzugsweise im öffentlichen Sektor), Senior-Berater (mindestens 5 Jahre im Projekt- und Prozessmanagement), Berater (mindestens 2 Jahre im Projekt- und Prozessmanagement) und Projektassistenz (Erfahrung in Projektorganisation).
Über das Angebot
- Kontakttelefon
- 0711 89686-0
- Kontakt-E-Mail
- info@nvbw.de
- Adresse
- Dorotheenstraße 8, 70173 Stuttgart
Das Land Baden-Württemberg hat sich im aktuellen Koalitionsvertrag (2026 - 2031) das strategische Ziel gesetzt, seine Position als führende Innovations- und Mobilitätsregion weiter auszubauen und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie andere Verkehrsträger wie den Güterverkehr und die Taxibranche zukunftsfähig, digital und barrierefrei zu gestalten. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die Überführung des autonomen Fahrens aus der reinen Erprobungsphase in den flächendeckenden, verlässlichen Regelbetrieb, unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen aller Verkehrsträger. Die folgende Leistungsbeschreibung bezieht sich ausschließlich auf straßengebundenen Verkehr. Der Mobilitätssektor steht vor massiven strukturellen Herausforderungen, insbesondere dem zunehmenden Fach- und Fahrermangel sowie der Notwendigkeit, eine verlässliche Mobilitätsgarantie – gerade auch im ländlichen Raum – effizient zu gewährleisten. Die Implementierung und Skalierung von autonomen Fahrzeugsystemen bietet hierfür einen Schlüsselansatz: Sie ermöglicht eine Flexibilisierung des Angebots, verdichtet ÖPNV- Taktungen und sichert die flächendeckende Anbindung nachhaltig ab. Gegenstand dieser Ausschreibung ist die umfassende konzeptionelle, organisatorische, rechtliche und technische Vorbereitung dieser Innovationspartnerschaft oder ggfs. einer anderen innovativen Beschaffungsform sowie der Aufbau und die Identifizierung der dafür notwendigen Strukturen. Der Auftragnehmer unterstützt den Auftraggeber dabei, die strategischen Leitlinien des Landes verkehrsträgerübergreifend in ein rechtssicheres, skalierbares und technologisches Zielbild zu übersetzen. Der Fokus der Leistungsbeschreibung liegt auf dem ÖV, die anderen Bereiche wie Güterverkehr und Robotaxis sollen ebenfalls nachrangig abgedeckt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es landesweit einheitlicher technologischer, rechtlicher und organisatorischer Standards. Bisherige Pilotprojekte haben wertvolle Erkenntnisse geliefert, waren jedoch oft isoliert und technologisch proprietär. Ein Baustein davon ist die geplante Beschaffung und der anschließende mögliche Aufbau einer Innovationspartnerschaft dienen dazu, verkehrsträgerübergreifende Standards (u. a. für die technische Aufsicht, digitale Zwillinge und Leitstandanbindungen) zu definieren, die Beschaffung zu bündeln und autonome Fahrgastschnittstellen systemisch in das bestehende Mobilitätssystem zu integrieren. Von übergeordneter verkehrspolitischer Bedeutung ist die Vermeidung kontrainnovativer Rebound-Effekte. Sollte der autonome Straßengüterverkehr durch den Wegfall von Fahrerkosten drastische Kostenvorteile realisieren, bestünde das erhebliche Risiko einer Rückverlagerung von Transportvolumina von der umweltfreundlichen Schiene und der Wasserstraße zurück auf die Straße. Durch einen vermehrten Robotaxibetrieb könnte es zu einer ungesteuerten Konkurrenz mit dem ÖPNV und dem klassischen Taxi- und Mietwagenverkehr kommen. Es drohen beispielsweise auch unkoordinierte Leerfahrten, die als erhöhtes Verkehrsaufkommen die verkehrspolitischen Ziele der Verkehrsvermeidung konterkarieren. Jedoch bieten Robotaxen eine weitere Möglichkeit ländliche Räume mit einem Mobilitätsangebot zu versorgen. Die Innovationspartnerschaft hingegen konzentriert sich darauf, die Ziele und Anforderungen für die Einführung und Skalierung von autonomen Fahrzeugen zu definieren. Der Fokus liegt darauf, die wesentlichen Anforderungen und Funktionalitäten zu beschreiben und die spezifischen Umsetzungsdetails oder technischen Lösungen, die für eine erfolgreiche Integration von autonomen Fahrzeugsystemen erforderlich sind zu beurteilen. So soll eine zukunftsfähige und effiziente Mobilitätslösung ermöglicht werden. Durch diese Zielsetzung soll die Innovationspartnerschaft oder ein anderes geeignetes Verfahren einen Rahmen für die Entwicklung und den Einsatz von autonomen Fahrzeugen schaffen, der die Bedürfnisse der Nutzer, der Betreiber und der Gesellschaft als Ganzes berücksichtigt.Hauptmerkmale des VerfahrensDie Beschaffung der in Ziffer 2 der Anlage 1 der Angebots- und Bewerbungsbedingungen („Auftragsbeschreibung“) genannten Leistungen erfolgt gemäß dem zum Zeitpunkt der Bekanntmachung geltenden Vergaberecht auf Grund der Überschreitung der nach § 106 GWB maßgeblichen Schwellenwerte als Oberschwellenvergabe im offenen Verfahren nach § 119 Abs. 3 GWB, § 15 VgV.
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Zuschlagskriterien
Beschreibung
Die Preisbewertung erfolgt aufgrund einer linearen Interpolation (Nullpunkt-Faktor 200 %). Der Angebotspreis errechnet sich auf Grundlage eines fiktiven Einzelabrufes. Die Preispunkte berechnen sich wie folgt: Preispunkte = max. Preispunkte × (Nullpunktpreis − Angebotspreis) ÷ (Nullpunktpreis − niedrigster Preis), mindestens 0. Nullpunktpreis = niedrigster gewerteter Angebotspreis × Nullpunkt-Faktor. Beispiel bei 200 %: niedrigster Preis 100.000 € = 30 Punkte, 150.000 € = 15 Punkte, ab 200.000 € = 0 Punkte.
Bewertungsmethode
Die Preisbewertung erfolgt aufgrund einer linearen Interpolation (Nullpunkt-Faktor 200 %). Der Angebotspreis errechnet sich auf Grundlage eines fiktiven Einzelabrufes. Beispiel bei 200 %: niedrigster Preis 100.000 € = 30 Punkte, 150.000 € = 15 Punkte, ab 200.000 € = 0 Punkte.
Beschreibung
Das Konzept muss insbesondere folgende Punkte umfassen: Kontinuierliches Projektmanagement, Unterlagenaufbereitung, Schnittstellenkoordination und Vernetzung, Prozess- und Terminplanung, wöchentliches Abstimmungsgespräch (Jour fixe), monatliches Status-Update (Management Summary), Kick-off Veranstaltung, Ressourcenplanung und Rechtsformvergleich, Organisationsdesign, Schulungskonzeption und Echtbetriebs-Monitoring. Für weitere Informationen wird auf Anlage 04 verwiesen.
Beschreibung
Die Referenzen werden als Ganzes bewertet. Maßgeblich sind die inhaltliche und umfangsmäßige Vergleichbarkeit der Referenzprojekte mit dem Los 1, Anzahl und Rolle der angebotenen Projektmitarbeiter, die in den Referenzprojekten tätig waren (je mehr, desto besser) und die Vollständigkeit. Gefordert sind zwei verwertbare Referenzen; eine fehlende oder nicht verwertbare Referenz mindert die Bewertung.
Bewertungsmethode
Maßgeblich sind die inhaltliche und umfangsmäßige Vergleichbarkeit der Referenzprojekte mit dem Los 1, Anzahl und Rolle der angebotenen Projektmitarbeiter, die in den Referenzprojekten tätig waren (je mehr, desto besser) und die Vollständigkeit. Gefordert sind zwei verwertbare Referenzen; eine fehlende oder nicht verwertbare Referenz mindert die Bewertung.
Beschreibung
Das Konzept muss insbesondere folgende Punkte umfassen: Kommunikationsstrategie, Veranstaltungsmanagement, Corporate Identity und Branding, Medien- und Pressearbeit, Wissenstransfer und Kommunalberatung und Best-Practice - Netzwerk. Für weitere Informationen wird auf Anlage 04 verwiesen.
Beschreibung
Das Konzept muss insbesondere folgende Punkte umfassen: Strategische Ausrichtung, Ressourcenplanung und rechtswissenschaftlicher Rechtsformvergleich, Gründungsunterstützung, Förderrichtlinie und Integration in ein Ökosystem, Vergabestrategie und Vergabeunterlagen und Verfahrensbegleitung. Für weitere Informationen wird auf Anlage 04 verwiesen.
Beschreibung
Die Referenzen werden als Ganzes bewertet. Maßgeblich sind die inhaltliche und umfangsmäßige Vergleichbarkeit des Referenzprojekts mit dem Los 3, Anzahl und Rolle der angebotenen Projektmitarbeiter, die in den Referenzprojekten tätig waren (je mehr, desto besser) und die Vollständigkeit. Gefordert werden zwei verwertbare Referenz; eine fehlende oder nicht verwertbare Referenz mindert die Bewertung.
Bewertungsmethode
Maßgeblich sind die inhaltliche und umfangsmäßige Vergleichbarkeit des Referenzprojekts mit dem Los 3, Anzahl und Rolle der angebotenen Projektmitarbeiter, die in den Referenzprojekten tätig waren (je mehr, desto besser) und die Vollständigkeit. Gefordert werden zwei verwertbare Referenz; eine fehlende oder nicht verwertbare Referenz mindert die Bewertung.
Beschreibung
Das Konzept muss insbesondere folgende Punkte umfassen: Streckenanalyse und digitale Zwillinge, Schnittstellen und Leitstandanbindung, Risiko- und Sicherheitsanalysen sowie Bedarfs- und Anforderungsermittlung. Für weitere Informationen wird auf Anlage 04 verwiesen.
Beschreibung
Die Referenzen werden als Ganzes bewertet. Maßgeblich sind die inhaltliche und umfangsmäßige Vergleichbarkeit der Referenzprojekte mit dem Los 4, Anzahl und Rolle der angebotenen Projektmitarbeiter, die in den Referenzprojekten tätig waren (je mehr, desto besser) und die Vollständigkeit. Gefordert werden zwei verwertbare Referenzen; eine fehlende oder nicht verwertbare Referenz mindert die Bewertung.
Bewertungsmethode
Maßgeblich sind die inhaltliche und umfangsmäßige Vergleichbarkeit der Referenzprojekte mit dem Los 4, Anzahl und Rolle der angebotenen Projektmitarbeiter, die in den Referenzprojekten tätig waren (je mehr, desto besser) und die Vollständigkeit. Gefordert werden zwei verwertbare Referenzen; eine fehlende oder nicht verwertbare Referenz mindert die Bewertung.
Qualifikationsanforderungen
Beschreibung
Geschäftsbericht der letzten drei Kalender oder Wirtschaftsjahre. Falls kein eigener Geschäftsbericht herausgegeben wird, ist die Vorlage des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und ggf. Jahresbericht ausreichend. Wenn hieraus nicht die Eigentums- und Gesellschaftsverhältnisse hervorgehen, ist eine gesonderte Erklärung über die aktuellen Eigentums- und Gesellschaftsverhältnisse vorzulegen.
Dokumentationsanforderung
Geschäftsbericht der letzten drei Kalender oder Wirtschaftsjahre. Falls kein eigener Geschäftsbericht herausgegeben wird, ist die Vorlage des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und ggf. Jahresbericht ausreichend. Wenn hieraus nicht die Eigentums- und Gesellschaftsverhältnisse hervorgehen, ist eine gesonderte Erklärung über die aktuellen Eigentums- und Gesellschaftsverhältnisse vorzulegen.
Beschreibung
Projektleitung (mind. 5 Jahre Erfahrung in der Leitung vergleichbarer Projekte, vorzugsweise im öffentlichen Sektor).
Dokumentationsanforderung
Nicht angegeben.
Beschreibung
Senior-Berater/in (mind. 5 Jahre Berufserfahrung im Projekt- und Prozessmanagement).
Dokumentationsanforderung
Nicht angegeben.
Beschreibung
Berater/in (mind. 2 Jahre Berufserfahrung im Projekt- und Prozessmanagement).
Dokumentationsanforderung
Nicht angegeben.
Beschreibung
Projektassistenz (Erfahrung in Projektorganisation).
Dokumentationsanforderung
Nicht angegeben.
Frühere Zuschlagsempfänger
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- Auftraggeber
- Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM)
- Titel
- Ausschreibung mehrerer Rahmenverträge zur Vorbereitung einer Innovationspartnerschaft zur Beschaffung von autonomen Fahrzeugsystemen für den ÖPNV
- Typ
- Hauptcode
- Zusätzliche Codes
- Ort
- Stuttgart, Stadtkreis
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