Planungsleistungen für die Energetische Sanierung Bauhof Rudolstadt (Los 1 bis 4)
Zuschlag erteilt
Das Vergabeverfahren ist beendet und ein Gewinner wurde ausgewählt.
- Teilnahmefrist
- 14. aug. 2024Abgelaufen
- Zuschlag
- Projektorganisation, Koordination, Terminmanagement 30 % und 1 weitere
Brief
Der Bauhof als städtische Einrichtung und ausführender Träger kommunaler Aufgaben ist unter anderem für die Instandhaltungsmaßnahmen von Straßen und Wegen sowie für die Grünflächenpflege und den Winterdienst unersetzlich und trägt somit eine entscheidende Rolle für die Stadt Rudolstadt. Die vier Betriebsgebäude des Bauhofs wurden in den 1960er Jahren errichtet. Seitdem fanden keine tiefgreifenden Umbau- oder Instandhaltungsmaßnahmen statt. Baurechtlich handelt es sich um Garagen- bzw. Industriebauwerke der Gebäudeklasse 3. Es sind bauordnungsrechtlich genehmigten Gebäuden, die keiner Nutzungsänderung unterlagen (Bestandsschutz). Ziel der Planung Seit Beginn der Nutzung blieben im städtischen Bauhof größeren Sanierungsmaßnahmen aus. Die Steigerung der Energieeffizienz, Reduzierung klimaschädlicher Emissionen und der Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien sind erklärte Ziele der Sanierung. Um einen weitgehenden klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, ist eine sinnvolle, funktionale Kombination verschiedener energetischer Komponenten am Gebäude erforderlich. Rahmenbedingungen 2023 wurde ein energetisches Konzept als Grundlage für die geplante Sanierung erstellt. Es wurde eine bedarfsgerechte Berechnung nach der DIN V 18599 durchgeführt. Als weitere Grundlage dient ein Brandschutzgutachten aus dem Jahr 2021. Die energetischen Anforderungen der EFRE-NSE-Förderung sind in der Planung zu berücksichtigen, ebenso wie der Aspekt der Wirtschaftlichkeit, demnach sich die Maßnahmen in angemessener Zeit rentieren bzw. amortisieren sollen. Für die geplante Baumaßnahme besteht folgender Kostenansatz Brutto: KG 300: 840.000,00 EUR, davon - Sanierung und Ertüchtigung Gebäude 600.000,00 EUR - Brandschutzertüchtigung: 240.000,00 EUR KG 400: 360.000,00 EUR, davon - Erneuerung Heizungsanlage: 60.000,00 EUR PV-Anlage, E-Mobilität: 198.000,00 EUR Elektroinstallation, Beleuchtung: 96.000,00 EUR Die Grundstücksfläche beträgt ca. 14.300 m2, die Grundfläche der Gebäude beträgt ca. 3.285 m2. Objektplanung Gebäude Der für die Sanierung relevante Teil entspricht hauptsächlich dem beheizten Teil des Gebäude 1. Es bestehen Sanierungspotenziale an allen Bauteilgruppen. Um den derzeitigen Energieverbrauch maßgeblich zu reduzieren, soll die Planung die Maßnahmen zur Dämmung des Gebäudes umfassen, Ebenfalls sind die veralteten Fenster, Türen und Tore zu erneuern. Die Maßnahmen sind unter Wahrung der homogenen Optik des Hauptgebäudes zu konzipieren. Die durch die geplante Fassadendämmung vergrößerte Dachfläche (Anpassung des Dachüberstands) bedingt eine Neuauslegung der Dachentwässerung. Die innenliegende Dachentwässerung hält Starkregen nicht stand. Im OG sollen zwei zusätzliche Lagerräume entstehen. Der Zwischenbau bis zum Warmbereich der Werkstatt Gebäude 1 angegliederten Anbau ist abzubrechen. Die Nutzung einer geeigneten Gebäudedachfläche für die Montage von Solarkollektoren erfordert die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Tragwerksplaner, um die Umsetzung statisch erforderlicher Ertüchtigungsmaßnahen zu berücksichtigen. Technische Ausrüstung Heizung, Lüftung, Sanitär Hauptwärmeerzeuger ist bislang die bestehende Erdgasanlage (Betriebsbeginn 2003). Die Anlagentechnik ist entsprechend der Angaben unter 4.4.2 MP7: Gasbrennwert mit PV und Solarthermie (vollständig saniert) des energetischen Konzepts zu modernisieren. Bei der Installation eines neuen Gasbrennwertkessels ist auf den Zusatz "H2-ready" zu achten, sodass die technischen Voraussetzungen der Anlage aus dem GEG 2024 bereits erfüllt sind. Zusätzlich sind bei einer Erneuerung der Heizungsanlage die Rohrleitungen in Abhängigkeit des Rohrdurchmessers zu dämmen. Zudem muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Die Wärmeübertragungsarten (Heizkörper im Büro-/Sozialtrakt, in der Werkstatt zusätzlich Decken?heizung und Heizlüfter) bleiben unverändert, jedoch ist das Heizungsnetz vollständig auf ein Zweirohrsystem umzustellen. Zu beachte ist der Warmwasserverbrauch durch 14 Personenduschen, welche an 250 Tagen im Jahr regelmäßig von den Mitarbeitern genutzt werden. Technische Ausrüstung Elektrotechnik Die umfängliche Ertüchtigung der Elektroinstallation in allen genutzten Gebäudeteilen ist notwendig, ebenso wie die vollständige Umstellung der Beleuchtung auf LED, wobei neben der Erneuerung der Beleuchtung die Außenbeleuchtung zu berücksichtigen ist. In den angrenzenden Fahrzeughallen genügt eine Notbeleuchtung. Die Stromerzeugung hierfür soll künftig mit Hilfe der PV-Technik auf den Dachflächen der Gebäude erfolgen. Der Standort der Anlage ist mit der Tragwerks- und Objektplanung abzustimmen. In Ermangelung genauer Verbrauchswerte ist auf das Standardlastprofil Gl zurück zu greifen. Die PV-Anlage sollte ca. 10 kWp umfassen. Weiterhin sollen in Zukunft Ladestationen für bis zu vier elektrifizierten Nutzfahrzeugen der Kommunaltechnik angeschafft werden. Es ist ein Batteriespeicher vorzusehen, um ein Laden außerhalb der Dienstzeiten zu ermöglichen. Bei einem steigenden Strombedarf in der Zukunft ist die Möglichkeit einer Erweiterung bis zu einer Anlagengröße mit rund 30 kWp zu berücksichtigen.
Rådgivende ingeniørtjenester for bygg og anlegg
Ergebnis
- BPS Bauplanung Suhl GmbHGewinner
- Elektroplanung Will GmbHGewinner
- Ingenieurbüro für Versorgungstechnik GmbHGewinner
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Zuschlagskriterien
Beschreibung
Darstellung der prinzipiellen/bewerbertypischen Herangehensweise an die Planungsaufgabe anhand von Beispielen aus vergleichbaren Projekten, Bewerbertypischer Ansatz zur Umsetzung einer wirtschaftlichen Lösung in Bezug auf Betrieb und Folgekosten, Ermittlung der Kosten in LP, Aussagen zur Kostenoptimierung in Planungs- und Bauphase Zeitbedarf für Leistungsphasen, Darstellung des geplanten Personaleinsatzes zur Erreichung der Terminziele
Quelle
Keine Quelle in den Unterlagen gefunden. Prüfe die Gewichtung anhand der Vergabeunterlagen.
Beschreibung
Vorstellung des Projektteams, Verfügbarkeit + Präsenz Projektleiter, Bauleiter, Aufgabenverteilung innerhalb des Projektteams; Darstellung des bewerbertypischen Projekt- und Qualitätsmanagements, Maßnahmen zur Einhaltung von Qualität, und Terminzielen, Darstellung der Erfahrung im Umgang mit öff. Fördermitteln (EFRE) einschließlich Beantragung und Abrechnung; Kooperation zwischen Objektplanung Gebäude und Planung Technische Ausrüstung in Planung und Realisierung, Koordination der Leistungen mit Leistungen anderer Beteiligter.
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Beschreibung
Honorar Grundleistungen Objektplanung Gebäude einschließlich Umbauzuschlag und Nebenkosten; Honorar Besondere Leistungen; Zeithonorare.
Quelle
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Aus der Bekanntmachung
Der Bauhof als städtische Einrichtung und ausführender Träger kommunaler Aufgaben ist unter anderem für die Instandhaltungsmaßnahmen von Straßen und Wegen sowie für die Grünflächenpflege und den Winterdienst unersetzlich und trägt somit eine entscheidende Rolle für die Stadt Rudolstadt. Die vier Betriebsgebäude des Bauhofs wurden in den 1960er Jahren errichtet. Seitdem fanden keine tiefgreifenden Umbau- oder Instandhaltungsmaßnahmen statt. Baurechtlich handelt es sich um Garagen- bzw. Industriebauwerke der Gebäudeklasse 3. Es sind bauordnungsrechtlich genehmigten Gebäuden, die keiner Nutzungsänderung unterlagen (Bestandsschutz). Ziel der Planung Seit Beginn der Nutzung blieben im städtischen Bauhof größeren Sanierungsmaßnahmen aus. Die Steigerung der Energieeffizienz, Reduzierung klimaschädlicher Emissionen und der Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien sind erklärte Ziele der Sanierung. Um einen weitgehenden klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, ist eine sinnvolle, funktionale Kombination verschiedener energetischer Komponenten am Gebäude erforderlich. Rahmenbedingungen 2023 wurde ein energetisches Konzept als Grundlage für die geplante Sanierung erstellt. Es wurde eine bedarfsgerechte Berechnung nach der DIN V 18599 durchgeführt. Als weitere Grundlage dient ein Brandschutzgutachten aus dem Jahr 2021. Die energetischen Anforderungen der EFRE-NSE-Förderung sind in der Planung zu berücksichtigen, ebenso wie der Aspekt der Wirtschaftlichkeit, demnach sich die Maßnahmen in angemessener Zeit rentieren bzw. amortisieren sollen. Für die geplante Baumaßnahme besteht folgender Kostenansatz Brutto: KG 300: 840.000,00 EUR, davon - Sanierung und Ertüchtigung Gebäude 600.000,00 EUR - Brandschutzertüchtigung: 240.000,00 EUR KG 400: 360.000,00 EUR, davon - Erneuerung Heizungsanlage: 60.000,00 EUR PV-Anlage, E-Mobilität: 198.000,00 EUR Elektroinstallation, Beleuchtung: 96.000,00 EUR Die Grundstücksfläche beträgt ca. 14.300 m2, die Grundfläche der Gebäude beträgt ca. 3.285 m2. Objektplanung Gebäude Der für die Sanierung relevante Teil entspricht hauptsächlich dem beheizten Teil des Gebäude 1. Es bestehen Sanierungspotenziale an allen Bauteilgruppen. Um den derzeitigen Energieverbrauch maßgeblich zu reduzieren, soll die Planung die Maßnahmen zur Dämmung des Gebäudes umfassen, Ebenfalls sind die veralteten Fenster, Türen und Tore zu erneuern. Die Maßnahmen sind unter Wahrung der homogenen Optik des Hauptgebäudes zu konzipieren. Die durch die geplante Fassadendämmung vergrößerte Dachfläche (Anpassung des Dachüberstands) bedingt eine Neuauslegung der Dachentwässerung. Die innenliegende Dachentwässerung hält Starkregen nicht stand. Im OG sollen zwei zusätzliche Lagerräume entstehen. Der Zwischenbau bis zum Warmbereich der Werkstatt Gebäude 1 angegliederten Anbau ist abzubrechen. Die Nutzung einer geeigneten Gebäudedachfläche für die Montage von Solarkollektoren erfordert die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Tragwerksplaner, um die Umsetzung statisch erforderlicher Ertüchtigungsmaßnahen zu berücksichtigen. Technische Ausrüstung Heizung, Lüftung, Sanitär Hauptwärmeerzeuger ist bislang die bestehende Erdgasanlage (Betriebsbeginn 2003). Die Anlagentechnik ist entsprechend der Angaben unter 4.4.2 MP7: Gasbrennwert mit PV und Solarthermie (vollständig saniert) des energetischen Konzepts zu modernisieren. Bei der Installation eines neuen Gasbrennwertkessels ist auf den Zusatz "H2-ready" zu achten, sodass die technischen Voraussetzungen der Anlage aus dem GEG 2024 bereits erfüllt sind. Zusätzlich sind bei einer Erneuerung der Heizungsanlage die Rohrleitungen in Abhängigkeit des Rohrdurchmessers zu dämmen. Zudem muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Die Wärmeübertragungsarten (Heizkörper im Büro-/Sozialtrakt, in der Werkstatt zusätzlich Decken?heizung und Heizlüfter) bleiben unverändert, jedoch ist das Heizungsnetz vollständig auf ein Zweirohrsystem umzustellen. Zu beachte ist der Warmwasserverbrauch durch 14 Personenduschen, welche an 250 Tagen im Jahr regelmäßig von den Mitarbeitern genutzt werden. Technische Ausrüstung Elektrotechnik Die umfängliche Ertüchtigung der Elektroinstallation in allen genutzten Gebäudeteilen ist notwendig, ebenso wie die vollständige Umstellung der Beleuchtung auf LED, wobei neben der Erneuerung der Beleuchtung die Außenbeleuchtung zu berücksichtigen ist. In den angrenzenden Fahrzeughallen genügt eine Notbeleuchtung. Die Stromerzeugung hierfür soll künftig mit Hilfe der PV-Technik auf den Dachflächen der Gebäude erfolgen. Der Standort der Anlage ist mit der Tragwerks- und Objektplanung abzustimmen. In Ermangelung genauer Verbrauchswerte ist auf das Standardlastprofil Gl zurück zu greifen. Die PV-Anlage sollte ca. 10 kWp umfassen. Weiterhin sollen in Zukunft Ladestationen für bis zu vier elektrifizierten Nutzfahrzeugen der Kommunaltechnik angeschafft werden. Es ist ein Batteriespeicher vorzusehen, um ein Laden außerhalb der Dienstzeiten zu ermöglichen. Bei einem steigenden Strombedarf in der Zukunft ist die Möglichkeit einer Erweiterung bis zu einer Anlagengröße mit rund 30 kWp zu berücksichtigen.Hauptmerkmale des VerfahrensZweistufiges Verfahren: 1. Stufe Teilnahmewettbewerb 2. Stufe Verhandlung
Kontakt
bau@rudolstadt.de- Ergebnis · PräqualifikationTyp
- Saalfeld-RudolstadtOrt
- 71000000HauptcodeDienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
- 71200000Dienstleistungen von Architekturbüros71240000Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen71300000Dienstleistungen von Ingenieurbüros71321000Technische Planungsleistungen für maschinen- und elektrotechnische Gebäudeanlagen71321200Heizungsplanung71321300Beratung im Bereich Sanitärinstallation71321400Beratung im Bereich Belüftung71323100Planung von Stromversorgungssystemen