„Erfassung des Einflusses invasiver Prädatorenarten auf die Vorkommen von besonders und streng geschützten Amphibienarten im Drömling und Osten Sachsen-Anhalts“
Miljøovervåking og naturvitenskapelige tjenester
Das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt benötigt Dienstleistungen zur Erfassung des Einflusses invasiver Prädatorenarten auf besonders und streng geschützte Amphibienarten im Drömling und Osten Sachsen-Anhalts. Die Leistung umfasst die systematische Untersuchung von Gewässern in vier räumlichen Losen im Jahr 2027, wobei das gesamte Amphibieninventar sowie invasive Prädatoren wie Waschbär und Mink erfasst werden sollen. Für Arten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie sind zudem die Erhaltungszustände zu bewerten. Die Erfassungen finden zwischen Mitte März/Anfang April und Mitte Mai 2027 statt, mit mindestens drei Begehungen pro Messtischblatt, wobei jede Begehung vier Geländetage umfasst. Die Ergebnisse sind in einer MultiBaseCS-Datenbank zu erfassen und bis zum 30. Oktober 2027 auf einem physischen Datenträger zu übergeben. Ökologie und Planung – Hagenow und ÖKOTOP GbR haben heute einen ähnlichen Vertrag. Als Qualifikationsanforderung ist eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen von 1.500.000 Euro für Personenschäden und 500.000 Euro für Sachschäden nachzuweisen.
Über das Angebot
- Kontakttelefon
- 000
- Kontakt-E-Mail
- Vergabestelle-FUB@lau.mwu.sachsen-anhalt.de
- Adresse
- Reideburger Str. 47, 06116 Halle (Saale)
Gegenstand des Verfahrens ist die Erfassung des Einflusses invasiver Prädatorenarten auf die Vorkommen besonders und streng geschützter Amphibienarten im Drömling und im Osten Sachsen-Anhalts. Im Jahr 2027 sollen das gesamte Amphibieninventar sowie an den Laichgewässern vorhandene invasive Prädatoren, insbesondere Waschbär und Mink, erfasst werden. Für Vorkommen von Arten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie sind zudem die Erhaltungszustände zu bewerten. Das insgesamt etwa 1.073,54 km² beziehungsweise 8,43 Messtischblätter umfassende Untersuchungsgebiet ist in vier räumliche Lose aufgeteilt; auf die Lose kann separat geboten werden. Im jeweiligen Los sind möglichst viele geeignete Gewässer systematisch zu untersuchen; Gewässer mit hohem Potenzial für Arten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie haben Vorrang. Je Messtischblatt sind mindestens drei Begehungen durchzuführen. Bei einem vollständig enthaltenen Messtischblatt umfasst jede Begehung vier möglichst zusammenhängende Geländetage mit je acht Kartierstunden, insgesamt somit zwölf volle Geländetage unabhängig von der Gewässerzahl. Mindestens 25 Gewässer je Messtischblatt sind möglichst gleichmäßig auf dessen Quadranten zu verteilen. Fehlen geeignete Gewässer, können Gewässer in einem benachbarten Messtischblatt desselben Loses einbezogen werden. Die Erfassungen finden zwischen Mitte März beziehungsweise Anfang April und Mitte Mai 2027 statt. Der mit dem Auftraggeber abzustimmende Beginn richtet sich nach der Balz von Gras- und Moorfrosch. Zwischen den Begehungen eines Quadranten müssen 14 bis 21 Tage liegen. Kartiert wird teilweise in der Dämmerung beziehungsweise nachts und nur bei geeigneter Witterung. Einzusetzen sind die üblichen Methoden wie Laichsuche, Verhören, Sichtbeobachtungen, nächtliches Ableuchten, Larvensuche und gegebenenfalls Reusenfallen. Amphibiennachweise sind mit Art, Anzahl und Entwicklungsstadium zu dokumentieren. Zusätzlich ist nach Waschbär, Mink und weiteren invasiven Prädatoren zu suchen. Positivbefunde und Prädationsereignisse sind näher, Kranichbeobachtungen punktgenau zu dokumentieren. Wegen der kurzen Populationsmaxima einzelner Arten ist erforderlichenfalls mit parallel arbeitenden Erfassern zu arbeiten. Ein Bearbeiter darf höchstens zwei vollständige Messtischblätter bearbeiten; je Messtischblatt sind höchstens zwei Hauptbearbeiter zulässig. Jeder Quadrant ist an allen drei Terminen durch dieselbe Person zu kartieren. Das angebotene Personal ist verbindlich; ein Austausch setzt einen sachlichen Grund, die vorherige Zustimmung des Auftraggebers und eine mindestens gleichwertige Ersatzperson voraus. Die Ergebnisse sind entsprechend den LAU-Vorgaben in einer MultiBaseCS-Datenbank zu erfassen. Zu dokumentieren sind Positiv- und Negativnachweise zu Amphibien sowie Waschbärnachweise beziehungsweise entsprechende Negativnachweise. Die Datensätze sind grundsätzlich mit eindeutig bezeichneten Ortsgeometrien der Untersuchungsgewässer zu verknüpfen. Die Erhaltungszustände der Vorkommen von Arten der Anhänge II und IV sind nach BfN und BLAK (2017) zu bewerten und tabellarisch festzuhalten. Ein schriftlicher Endbericht ist nicht geschuldet. Bis zum 30. Oktober 2027 sind auf einem physischen Datenträger die MultiBaseCS-Datenbank, eine Shape-Datei aller Untersuchungsgewässer, die tabellarischen Bewertungen der Erhaltungszustände sowie eine Fotodokumentation mit mindestens fünf aussagekräftigen Fotos je Gewässer zu übergeben. An der zentralen Anlaufberatung bis Mitte März müssen alle mit der Geländeerfassung betrauten Personen teilnehmen. Von März bis September 2027 ist der Auftraggeber jeweils zum letzten Werktag per E-Mail über Bearbeitungsstand, weitere Planung und Probleme zu informieren. GIS- und Kartengrundlagen, Bewertungsschemata, Vorlagen und Vorgaben zur Dateneingabe werden bereitgestellt.
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Zuschlagskriterien
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Qualifikationsanforderungen
Beschreibung
Der Bieter hat seine Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung nachzuweisen. Es ist anzugeben, ob eine Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister des Staates besteht, in dem der Bieter niedergelassen ist. Besteht keine Verpflichtung zur Eintragung, ist darzulegen, auf welche andere Weise die erlaubte Berufsausübung nachgewiesen werden kann. Bei ausländischen Bietern sind gleichwertige Nachweise des Herkunftsstaates zulässig.
Dokumentationsanforderung
Mit dem Angebot ist die ausgefüllte Anlage 08 „Eigenerklärungen zur Eignung“ einzureichen. Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle sind innerhalb der gesetzten Frist geeignete Bestätigungen vorzulegen, insbesondere Gewerbeanmeldung, Berufs- oder Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer beziehungsweise ein gleichwertiger anderweitiger Nachweis.
Beschreibung
Der Bieter muss spätestens bei Zuschlagserteilung über eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen je Versicherungsfall von 1.500.000 Euro für Personenschäden und 500.000 Euro für Sachschäden verfügen. Angaben zu Mindestumsätzen oder Bilanzen werden nicht verlangt.
Dokumentationsanforderung
Mit dem Angebot ist hierzu die ausgefüllte Anlage 08 „Eigenerklärungen zur Eignung“ einzureichen. Besteht der geforderte Versicherungsschutz bei Angebotsabgabe noch nicht, ist zu erklären, dass er spätestens bis zur Zuschlagserteilung hergestellt wird. Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle ist innerhalb der gesetzten Frist eine Versicherungsbestätigung über den bestehenden Versicherungsschutz oder eine Bestätigung des Versicherers vorzulegen, wonach im Zuschlagsfall ein Versicherungsschutz mindestens in der geforderten Höhe gewährt wird.
Frühere Zuschlagsempfänger
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- Auftraggeber
- Landesamt für Umweltschutz
- Titel
- „Erfassung des Einflusses invasiver Prädatorenarten auf die Vorkommen von besonders und streng geschützten Amphibienarten im Drömling und Osten Sachsen-Anhalts“
- Typ
- Hauptcode
- Zusätzliche Codes
- Ort
- Halle (Saale), Kreisfreie Stadt
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