Neubau eines zentralen Retentionsbodenfilters (RBF) am RÜB „Alte Kläranlage“ in 76467 Bietigheim
Veröffentlichte Frist abgelaufen
Die veröffentlichte Frist ist abgelaufen. Bei mehrstufigen Verfahren kann eine spätere Angebotsfrist weiterhin gelten — prüfen Sie die Bekanntmachung oder das Portal für die aktuelle Phase.
Rådgivende ingeniørtjenester for bygg og anlegg
Die Gemeindeverwaltung Bietigheim benötigt Planungsleistungen für den Neubau eines zentralen Retentionsbodenfilters (RBF) am Regenüberlaufbecken (RÜB) „Alte Kläranlage“ in 76467 Bietigheim, Deutschland. Die Leistungen umfassen die Leistungsphasen 5 bis 9 für Ingenieurbauwerke, Freianlagen und technische Ausrüstung (Anlagengruppe 1 Hydraulik und Anlagengruppe 8 EMSR-Steuerung) gemäß HOAI. Das Projekt hat eine geschätzte Gesamtbruttokosten von 5.490.000 € für den stufenweisen Ausbau des Retentionsbodenfilters. Die Vergabe erfolgt auf Basis der fachlichen Qualifikation der Projektleitung/Bauleitung (35 %), der Präsentation eines vergleichbaren Projektes (20 %), der Eindrücke beim Bietergespräch (20 %) und des Honorars (25 %). Qualifikationsanforderungen umfassen eine Berufshaftpflichtversicherung von mindestens 2,0 Mio. € für Personen- und sonstige Schäden, einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 0,6 Mio. € in den letzten 3 Geschäftsjahren, eine Referenzliste für vergleichbare Leistungen der letzten 5 Jahre (Fertigstellung zwischen 01.08.2021 und 01.08.2026) mit mindestens einer Referenz für Neubau Abwasserbehandlung (Honorarzone III, LPH 5-8, Baukosten KG 300+400 min. 2,1 Mio. € netto), die namentliche Benennung der Projektleitung und deren Stellvertretung, Angaben zur technischen Ausrüstung und Qualitätssicherung, den Nachweis der Berufszulassung und der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ sowie eine durchschnittliche Mindestanzahl von 6 Beschäftigten in den letzten drei Jahren.
Über das Angebot
- Kontaktperson
- Frau Lena Hirt (Harrer Ingenieure)
- Kontakttelefon
- +49 0721 1819-543
- Kontakt-E-Mail
- l.hirt@harrer-ing.net
- Adresse
- Malscher Str. 22, 76467 Bietigheim
Die Gemeinde Bietigheim betreibt weite Teile ihres öffentlichen Entwässerungsnetzes im Mischsystem. Bei Niederschlagsereignissen werden die anfallenden Mischwasserüberläufe über verschiedene Mischwasserentlastungsbauwerke in den Schmiedbach eingeleitet. Der Schmiedbach ist Bestandteil des Federbachsystems, das aufgrund einer Vielzahl von Einleitungen aus den angrenzenden Kommunen erheblich belastet ist. Das Gewässersystem weist nach der aktuellen Bewertung im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sowohl hinsichtlich des chemischen als auch des ökologischen Zustands erhebliche Defizite auf. Diese sind im Wesentlichen auf die Einleitungen aus den Abwasseranlagen, insbesondere aus den Mischwassersystemen der am Federbachsystem gelegenen Gemeinden, zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund sind auslaufende bzw. neu zu erteilende wasserrechtliche Einleiterlaubnisse ohne die Ergebnisse der von den Anrainergemeinden gemeinsam durch-zuführenden Untersuchungen zur Gewässerökologie und zur FFH-Verträglichkeit derzeit nicht genehmigungsfähig. Zur Sicherstellung des weiteren ordnungsgemäßen Betriebs der kommunalen Abwasseranlagen erließ das Landratsamt Rastatt im August 2022 eine Interimsanordnung zum vorläufigen Betrieb und zur Fortführung der öffentlichen Abwassereinleitungen aus dem Trenn- und Mischsystem des Einzugsgebiets Bietigheim in den Schmiedbach. Für die in den Ergänzungen zum Generalentwässerungsplan (GEP) 2015 sowie dessen Fortschreibungen definierten Ausbauzustände 2023, 2024 und 2030 sind entsprechend dieser Interimsanordnung konkrete abwassertechnische Emissions- und Immissionsmaßnahmen umzusetzen und in Betrieb zu nehmen. Diese Maßnahmen dienen insbesondere der Reduzierung der stofflichen und hydraulischen Belastungen des Schmiedbachs sowie der schrittweisen Verbesserung des Gewässerzustands und der Erreichung der Ziele der WRRL. Für den Ausbauzustand 2030 ist gemäß Interimsanordnung spätestens bis zum 31. Dezember 2028 ein neuer zentraler Retentionsbodenfilter (RBF) im Mischwassersystem am Regenüberlaufbecken (RÜB) „Alte Kläranlage“ zu errichten und in Betrieb zu nehmen. Die Maßnahme ist Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Gemeindegebiets und insbesondere vor der Erschließung der Baugebiete „Birkig, 3. und 4. Bauabschnitt“ sowie des Gewerbegebiets „Schelmenäcker (B8)“ umzusetzen. Der geplante Retentionsbodenfilter befindet sich unmittelbar neben dem bestehenden RÜB „Alte Kläranlage“. Die Planung hat die örtlichen Grundstücksverhältnisse sowie die vorhandene abwassertechnische Infrastruktur und die erforderlichen Schnittstellen zum bestehenden RÜB zu berücksichtigen. Auf Grundlage der zunächst erstellten Vorplanung des RBF wurden im weiteren Planungsverlauf zusätzliche Untersuchungen zur Dimensionierung und langfristigen Auslegung der Anlage durchgeführt. Dabei wurden neben den bereits absehbaren Entwicklungsflächen insbesondere die mögliche zusätzliche Erschließung des Bereichs entlang der B3 sowie weitere potenzielle Entwicklungsflächen im Gemeindegebiet berücksichtigt. Im Rahmen der weiteren Untersuchungen wurde deutlich, dass eine zukunftsfähige Auslegung des RBF die Berücksichtigung zusätzlicher Flächenreserven erfordert. Der Gemeinderat der Gemeinde Bietigheim hat sich daher für eine stufenweise Realisierung des Retentionsbodenfilters entschieden. Mit der ersten Ausbaustufe werden die bereits geplanten und absehbaren Entwicklungsgebiete berücksichtigt. Die zweite Ausbaustufe sieht die Erweiterung der Anlage um ein zusätzliches Filterbecken vor und berücksichtigt insbesondere den Flächenpuffer von rund 42,5 ha bis zur Gemarkungsgrenze entlang der B3. Die Aufteilung in zwei Ausbaustufen ermöglicht es, die zwingend erforderliche abwassertechnische Infrastruktur zunächst bedarfsgerecht für die konkret geplanten Entwicklungsgebiete her-zustellen und gleichzeitig die baulichen und räumlichen Voraussetzungen für eine spätere Erweiterung zu schaffen. Das Projekt befindet sich derzeit in Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung). Die Genehmigungsplanung wird durch das bereits mit der Planung (LPH 1 bis 4) beauftragte Ingenieurbüro fertiggestellt. Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens sind daher die weiteren Planungsleistungen für die Leistungsphasen 5 bis 9 der Ausbaustufe 1. Der Förderantrag soll aufgrund der zwischenzeitlich angepassten und erweiterten Planung nach erneuter Abstimmung mit dem Regierungspräsidium im kommenden Jahr eingereicht werden. Gleichzeitig soll ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn beantragt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass die erforderlichen Planungs- und Vergabeschritte rechtzeitig durchgeführt und die bauliche Umsetzung so gesteuert werden kann, dass die Inbetriebnahme des RBF spätestens zum 31. Dezember 2028 erfolgen kann. Die Gesamtkosten für den stufenweisen Ausbau des Retentionsbodenfilters werden gemäß der aktuellen Kostenschätzung mit insgesamt 5.490.000,00 € brutto angesetzt. Die Kostenangaben basieren auf dem derzeitigen Planungsstand (Vorentwurfsplanung) und dienen als Grundlage für die weitere Planung, Vergabe und Umsetzung der Maßnahme. Nachfolgende Terminschiene ist geplant: Planungsbeginn: Im Anschluss der Vergabe, voraussichtlich ab Januar 2027; Abschluss LPH 5: Juli 2027; Baubeginn: August 2027; Inbetriebnahme: Ende 2028 Die Aufteilung der Kosten der Kostenschätzung in die Kostengruppen gliedert sich wie folgt auf: KG 300: 2.330.000 € brutto; KG 410: 505.000 € brutto; KG 480: 440.000 € brutto; KG 500 (inkl. Ausgleichsmaßnahmen): 360.000 € brutto. Gegenstand dieser Ausschreibung sind die Planungsleistungen der Ausbaustufe 1 mit den Leistungsphasen 5-9 für Ingenieurbauwerke gemäß §§ 41ff. HOAI, Freianlagen gemäß §§ 38ff. HO-AI und der Technischen Ausrüstung mit den Anlagengruppe 1 (Hydraulik) und 8 (EMSR-Steuerung) nach §53 ff HOAI.
Benutzerdefinierte Bewertungskriterien
Starten Sie eine kostenlose Testphase, um eigene Fragen zur Ausschreibung zu stellen und KI-generierte Antworten zu erhalten.
Zuschlagskriterien
Beschreibung
Fachliche Qualifikation der Projektleitung / Bauleitung
Beschreibung
Präsentation eines vergleichbaren Projektes des Bewerbenden
Beschreibung
Beim Bietergespräch gewonnene Eindrücke
Beschreibung
Honorar
Qualifikationsanforderungen
Beschreibung
Verpflichtungserklärung nach den Vorgaben des Tariftreue und Mindestlohngesetzes für öffentliche Aufträge in Baden-Württemberg (LTMG)
Dokumentationsanforderung
Verpflichtungserklärung nach den Vorgaben des Tariftreue und Mindestlohngesetzes für öffentliche Aufträge in Baden-Württemberg (LTMG)
Beschreibung
Berufshaftpflichtversicherung über min. 2,0 Mio. € für Personenschäden, min. 2,0 Mio. € für sonstige Schäden bzw. dass die Deckungssummen im Auftragsfall entsprechend erhöht werden. Oder alternativ eine Eigenerklärung des Bewerbers, dass im Auftragsfall eine entsprechende Versicherung abgeschlossen wird.
Dokumentationsanforderung
Nachweis (gem. § 45 Abs. 1 Nr. 3 und § 45 Abs. 4 Nr. 2 VgV), dass eine Berufshaftpflichtversicherung über min. 2,0 Mio. € für Personenschäden, min. 2,0 Mio. € für sonstige Schäden vorliegt bzw. dass die Deckungssummen im Auftragsfall entsprechend erhöht werden. Oder alternativ eine Eigenerklärung des Bewerbers, dass im Auftragsfall eine entsprechende Versicherung abgeschlossen wird.
Beschreibung
Der geforderte Mindestumsatz beträgt im Mittel 0,6 Mio. €.
Dokumentationsanforderung
Eigenerklärung zu den Gesamtumsätzen des Bewerbenden / der Bewerbergemeinschaft der letzten 3 Geschäftsjahre gem. § 45 Abs. 4 VgV.
Beschreibung
Referenzliste für vergleichbare Leistungen mit durchschnittlichen Planungsanforderungen gem. § 5 HOAI der letzten 5 Jahre (Fertigstellung muss zwischen 01.08.2021 und 01.08.2026 erfolgt sein) mit folgenden Angaben gem. §46 Abs. 3 Nr. 1 VgV: • Projekt, Projektart, -größe (NF in m²) und Komplexität (Honorarzone) • öffentliche oder private Auftraggeberschaft • Bearbeitete Leistungsphasen • Baukosten (KG 300+400 netto) nach Kostenfeststellung, • Leistungs- /Bearbeitungszeitraum • Referenz Neubau Abwasserbehandlung (min. Honorarzone III nach Anlage 12.2 HOAI, min. LPH 5-8, Baukosten (KG 300+400) min. 2,1 Mio. € netto)
Dokumentationsanforderung
Darstellung einer Referenzliste für vergleichbare Leistungen mit durchschnittlichen Planungsanforderungen gem. § 5 HOAI der letzten 5 Jahre (Fertigstellung muss zwischen 01.08.2021 und 01.08.2026 erfolgt sein) mit folgenden Angaben gem. §46 Abs. 3 Nr. 1 VgV: • Projekt, Projektart, -größe (NF in m²) und Komplexität (Honorarzone) • öffentliche oder private Auftraggeberschaft • Bearbeitete Leistungsphasen • Baukosten (KG 300+400 netto) nach Kostenfeststellung, • Leistungs- /Bearbeitungszeitraum • Referenz Neubau Abwasserbehandlung (min. Honorarzone III nach Anlage 12.2 HOAI, min. LPH 5-8, Baukosten (KG 300+400) min. 2,1 Mio. € netto)
Beschreibung
Verbindliche namentliche Benennung der vorgesehenen Projektleitung und deren Stellvertretung.
Dokumentationsanforderung
Verbindliche namentliche Benennung der vorgesehenen Projektleitung und deren Stellvertretung gem. § 46 Abs. 3 Nr. 2 VgV
Beschreibung
Angaben zur techn. Ausrüstung und zu Maßnahmen zur Qualitätssicherung.
Dokumentationsanforderung
Angaben zur techn. Ausrüstung und zu Maßnahmen zur Qualitätssicherung gem. § 46 Abs. 3 Nr. 3 VgV
Beschreibung
Nachweis der Berufszulassung (Eintragung ins Berufs- oder Handelsregister).
Dokumentationsanforderung
Nachweis der Berufszulassung (Eintragung ins Berufs- oder Handelsregister) gem. § 44 Abs. 1, § 46 Abs. 3 Nr. 6 VgV
Beschreibung
Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ (z.B. Kammereintrag) oder vergleichbare Qualifikation. Die Person muss maßgeblich am Projekt beteiligt sein.
Dokumentationsanforderung
Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ (z.B. Kammereintrag) oder vergleichbare Qualifikation gem. § 46 Abs. 3 Nr. 6 VgV. Die Person muss maßgeblich am Projekt beteiligt sein
Beschreibung
Die geforderte Mindestanzahl beträgt im Mittel 6 Beschäftigte inkl. Teilzeitkräfte.
Dokumentationsanforderung
Nachweis zu den in den letzten drei Jahren Beschäftigten und der Führungskräfte des Bewerbenden / der Bewerbergemeinschaft gem. § 46 Abs. 3 Nr. 8 VgV.
Frühere Zuschlagsempfänger
Starten Sie eine kostenlose Testphase, um zu sehen, wer ähnliche Ausschreibungen bei diesem Auftraggeber gewonnen hat.
Vollständige Ausschreibung anzeigen
- Auftraggeber
- Gemeindeverwaltung Bietigheim
- Titel
- Neubau eines zentralen Retentionsbodenfilters (RBF) am RÜB „Alte Kläranlage“ in 76467 Bietigheim
- Typ
- Hauptcode
- Zusätzliche Codes
- Ort
- Rastatt
Keine zusätzlichen Codes vom Käufer…
Zusätzliche Codes von Cobrief hinzugefügt