Stadt Lahnstein - Neugestaltung des Rheinufers in Niederlahnstein: Planungs- und Überwachungsleitungen für Freianlagen
Zuschlag erteilt
Das Vergabeverfahren ist beendet und ein Gewinner wurde ausgewählt.
Arkitekttjenester
Die Stadt Lahnstein hat mit GROW Landschaftsarchitektur Evers Czerniejewski Landschaftsarchitekten Partnerschaft mbB einen Vertrag über Planungs- und Überwachungsleistungen für Freianlagen zur Neugestaltung des Rheinufers in Niederlahnstein geschlossen. Die Dienstleistungen umfassen die umfassende Umgestaltung eines 1,7 km langen Rheinabschnitts zwischen Stolzenfelsstraße und der Gemarkungsgrenze zu Koblenz, mit Fokus auf Naherholung, ökologische Anforderungen und die Integration der bestehenden Walnussbaumallee. Die Lieferung erfolgt im Rhein-Lahn-Kreis. Der Vertrag hat einen Wert von 386.879 €. Bei der Vergabe wurden die systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe, Qualitäts-, Termin- und Kostensicherung, die Intensität der Bauüberwachung und die Akzeptanz der nicht-preislichen Vertragsbedingungen bewertet.
Ergebnis
- Gewinner
- GROW Landschaftsarchitektur Evers Czerniejewski Landschaftsarchitekten Partnerschaft mbB
- Anzahl Angebote
- 3
- Vertragswert
- 386.879 €
Über das Angebot
- Kontaktperson
- Herr Marvin Jahn
- Kontakttelefon
- +49 2621 914-409
- Kontakt-E-Mail
- ausschreibungen@lahnstein.de
- Adresse
- Kirchstraße 1, 56112 Lahnstein
Die Stadt Lahnstein beabsichtigt die umfassende Neugestaltung des Rheinufers in Niederlahnstein auf einer Strecke von 1,7 km zwischen Stolzenfelsstraße und der Gemarkungsgrenze zu Koblenz. Ziel ist eine nachhaltige, naturnahe und funktionale Umgestaltung des Rheinvorlandes unter besonderer Berücksichtigung der Naherholung, ökologischer Anforderungen sowie einer gestalterisch hochwertigen Freianlage. Die Maßnahme beinhaltet insbesondere die barrierefreie und durchgängige Neuordnung des Geh- und Radweges in enger Verzahnung mit bestehenden Nutzungen durch Fußgänger, Radverkehr, Versorgungsfahrzeuge. Die bestehende Walnussbaumallee wird als ortsbildprägendes Natur- und Kulturgut integriert, erhalten und gesichert. Historischer Hintergrund zur Walnussbaumallee: Die Walnussallee in Niederlahnstein entlang der Rheinpromenade hat eine lange und bedeutende Geschichte. Sie erstreckt sich über etwa 1 bis 1,5 Kilometer und besteht fast ausschließlich aus Walnussbäumen, von denen einige mehr als 100 Jahre alt sind. Diese Allee war früher nicht nur ein idyllischer Spazierweg, sondern auch ein Ort, an dem die Einwohner von Niederlahnstein Bäume ersteigern konnten, um die Nüsse zu ernten und zu verkaufen. Diese Tradition prägte das soziale Leben der Stadt und war ein wichtiger Bestandteil der lokalen Wirtschaft. Heute ist die Allee ein geschütztes Kulturgut und ein beliebter Ort für Spaziergänge mit herrlichem Blick auf das Schloss Stolzenfels. Die Pflege und der Erhalt der Bäume sind daher ein zentraler Bestandteil der Neugestaltung. Um die biologische Vielfalt zu fördern und gleichzeitig den historischen Charakter der Allee zu bewahren, werden bei Ausfall eines Baumes neue Walnussbäume nachgepflanzt. Dies gewährleistet nicht nur den Erhalt der Allee als Naturdenkmal, sondern trägt auch zur Förderung der Biodiversität bei, indem es eine kontinuierliche Lebensgrundlage für verschiedene Tierarten bietet. Im Fokus stehen die Entwicklung einer resilienten Freiraumgestaltung mit ökologisch verträglicher Materialwahl, erosionsverhindernder Bauweise und Anpassung an hochwasserbedingte Anforderungen. Gleichzeitig soll die Biodiversität durch gezielte Maßnahmen wie Blühstreifen, heimische Pflanzungen und Lebensraumstrukturen gestärkt werden. Die Gestaltung erfolgt in Anlehnung an die Planungsziele der Bundesgartenschau 2029, mit dem Ziel einer gestalterischen und funktionalen Einheit.Hauptmerkmale des VerfahrensIn der ersten Phase - Teilnahmewettbewerb - wird die Eignung der Bieter geprüft. 3-5 der am besten geeigneten Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Angebote sollen in einer oder mehreren Runden verhandelt werden. Der Zuschlag auf das Erstangebot bleibt vorbehalten.
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Zuschlagskriterien
Beschreibung
Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem 1,5-fachen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung Ihres Angebots fließen die Zeithonorare mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 20 Stunden Geschäftsführer/Partner/Inhaber - 50 Stunden angestellte Architekten/Ingenieure - 40 Stunden Zeichner/Schreibkraft/sonstige Mitarbeiter.
Beschreibung
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe unter Berücksichtigung der definierten Projektziele" erhält ein Angebot 0-4 Punkte, bei dem die Herangehensweise nur ansatzweise dargestellt ist und die Projektziele kaum oder nur oberflächlich angesprochen werden oder wenn die Herangehensweise zwar grundsätzlich erkennbar ist, es fehlen jedoch klare Bezüge zu einzelnen Projektzielen. 5-7 Punkte erhält ein Angebot, bei dem die Herangehensweise nachvollziehbar ist und die meisten Projektziele berücksichtigt werden; erste Ideen sind vorhanden, bleiben aber teilweise allgemein. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem die Herangehensweise überzeugend ist und auf die Projektziele ausgerichtet. Erste planerische Ideen sind erkennbar und zeigen ein gutes Verständnis der Aufgabenstellung.
Bewertungsmethode
Punktevergabe: 0-4 Punkte für ansatzweise Darstellung oder oberflächliche Ansprache der Projektziele. 5-7 Punkte für nachvollziehbare Herangehensweise und Berücksichtigung der meisten Projektziele. 8-10 Punkte für überzeugende Herangehensweise, Ausrichtung auf Projektziele und erkennbare planerische Ideen.
Beschreibung
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitäts-, Termin- und Kostensicherung im Rahmen der Planung und während der Bauphase (Qualitätsmanagement)" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitätsmanagement kein oder nur wenig Wert gelegt wird und nicht zu erwarten ist, dass die Planung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erfolgt, und zwar nicht nur die eigene des Bieters, sondern auch diejenige der Fachplaner. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitätsmanagement durch eine systematische Abarbeitung des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt und das erwarten lässt, dass die Leistung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erbracht wird. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem darüber hinaus der Abstimmungs- und Koordinationsprozess mit den übrigen, an der Planung fachlich Beteiligten so organisiert wird, dass die Projektziele sichergestellt werden und eine spürbare Entlastung für den Bauherrn zu erwarten ist.
Bewertungsmethode
Punktevergabe: 0-3 Punkte für geringes Qualitätsmanagement. 4-6 Punkte für Qualitätsmanagement nach HOAI. 7-10 Punkte für organisiertes Qualitätsmanagement, das Projektziele sichert und den Bauherrn entlastet.
Beschreibung
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Intensität der Bauüberwachung und Baubetreuung" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, dass nur eine sporadische Präsenz der Bauleitung vorsieht oder erwarten lässt. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das eine regelmäßige und deutliche Anwesenheit der Bauleitung erwarten lässt und das eine mindestens mehr als stichpunktartige Kontrolle vorsieht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine durchgehende Anwesenheit der Bauleitung verspricht.
Bewertungsmethode
Punktevergabe: 0-3 Punkte für sporadische Präsenz der Bauleitung. 4-6 Punkte für regelmäßige und deutliche Anwesenheit der Bauleitung. 7-10 Punkte für durchgehende Anwesenheit der Bauleitung.
Beschreibung
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich nicht preislicher Bedingungen" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das Verbesserungsvorschläge zu Gunsten des Auftraggebers beinhaltet, u.a. eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.
Bewertungsmethode
Punktevergabe: 0-3 Punkte für ungünstige Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers. 4-6 Punkte für ungünstige Risikoverteilung. 7 Punkte für keine wesentlichen Abweichungen vom Vertragsmuster. 8-10 Punkte für Verbesserungsvorschläge zugunsten des Auftraggebers.
Qualifikationsanforderungen
Keine qualifikationsanforderungen in der Auftragsbekanntmachung gefunden.
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- Auftraggeber
- Stadt Lahnstein
- Titel
- Stadt Lahnstein - Neugestaltung des Rheinufers in Niederlahnstein: Planungs- und Überwachungsleitungen für Freianlagen
- Typ
- Hauptcode
- Zusätzliche Codes
- Ort
- Rhein-Lahn-Kreis