Verhalten von Radfahrenden in komplexen Interaktionen auf Landstraßen
Zuschlag erteilt
Das Vergabeverfahren ist beendet und ein Gewinner wurde ausgewählt.
Forskning og miljøovervåking
Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat die Absicht, einen Vertrag mit dem Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften GmbH über Forschungsdienstleistungen zum Verhalten von Radfahrenden in komplexen Interaktionen auf Landstraßen abzuschließen. Ziel ist es, vertiefende Informationen zu Interaktionen in unfallträchtigen Situationen an Knotenpunkten und beim Queren der Fahrbahn durch Radfahrende außerorts zu gewinnen, um Handlungsempfehlungen zur Reduktion von Unfallzahlen zu entwickeln und in nationale Regelwerke zu integrieren. Das Projekt umfasst eine kombinierte Kfz- und Fahrradsimulatorstudie unter Nutzung des Fahr- und Fahrradsimulators der BASt, um das Erleben und Verhalten beider Verkehrsteilnehmendengruppen mikroanalytisch zu untersuchen. Der geschätzte Gesamtwert des Vertrags beträgt 251.811 €.
Ergebnis
- Gewinner
- Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften GmbH
- Anzahl Angebote
- 1
- Vertragswert
- 251.811 €
Über das Angebot
- Kontaktperson
- Referat Z2, Externe Forschung
- Kontakttelefon
- 000
- Kontakt-E-Mail
- forschungsvergabe@bast.de
- Adresse
- Brüderstraße 53, 51427 Bergisch Gladbach
Ausgangslage: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 445 Radfahrende im Straßenverkehr getötet – Tendenz steigend. Rund 40 Prozent dieser tödlichen Unfälle ereigneten sich auf Landstraßen. Vorangegangene Studien zeigen, dass insbesondere Abbiege- sowie Einbiege-/Kreuzen-Unfälle außerorts häufig auftreten und eine hohe Schwere aufweisen. Ebenso steigt die Anzahl schwerer Unfälle mit Pedelecs. Darüber hinaus wird die Anzahl und Länge von Radschnellwegen im Außerortsbereich zukünftig weiter ansteigen und zu einer höheren Verkehrsleistung im Radverkehr führen. Diese darf nicht vermehrt mit Konflikten an Knotenpunkten einhergehen. Bisher ist unzureichend untersucht, welche fehlerhaften Verhaltensweisen im Zusammenspiel mit der Infrastruktur zu diesen Unfällen führen. Ziel und Nutzen: Ziel des Forschungsvorhabens ist es, vertiefende Informationen zu Interaktionen in unfallträchtigen Situationen an Knotenpunkten und beim Queren der Fahrbahn durch Radfahrende außerorts zu gewinnen. Auf dieser Basis sollen konkrete Handlungsempfehlungen zur Reduktion von Unfallzahlen entwickelt und in nationale Regelwerke integriert werden. Im Projekt wird eine kombinierte Kfz- und Fahrradsimulatorstudie durchgeführt, um mikroanalytisch das Erleben und Verhalten beider Verkehrsteilnehmendengruppen in kritischen Interaktionen zu untersuchen. Hierzu werden der Fahr- und Fahrradsimulator der BASt zu einem Multi-Mode-Simulator vernetzt. Neben verkehrstechnischen Aspekten werden individuelle Einflussfaktoren wie Persönlichkeit, Einstellungen und soziodemografische Merkmale berücksichtigt. Die gewonnenen Daten schaffen eine belastbare Basis zur Modellierung kritischer Interaktionsmuster zwischen Rad- und Kfz-Fahrenden auf Landstraßen. Durch gezielte Variation in der Simulation können konkrete Empfehlungen zur Gestaltung von Knotenpunkten oder Überleitungsstellen abgeleitet werden, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Bevorrechtigung des Radverkehrs in den Regelwerken. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs auf Landstraßen und unterstützt die Ziele des Verkehrssicherheitsprogramms des Bundes.
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Zuschlagskriterien
Beschreibung
50
Qualifikationsanforderungen
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- Auftraggeber
- Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen
- Titel
- Verhalten von Radfahrenden in komplexen Interaktionen auf Landstraßen
- Typ
- Hauptcode
- Zusätzliche Codes
- Geschätzter Wert
- 252.100,00 €
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